ER baut die Skulptur fürs Stadtmuseum! Der Holzkünstler und die Spur der Steine

Dresden - So wird aus "Corona" Kunst. Die während des Lockdowns gestalteten Steinschlangen im Blasewitzer Waldpark werden Teil einer riesigen Holz-Skulptur. Im Januar wird das Kunstwerk im monumentalen Eingangsbereich des Stadtmuseums zu sehen sein.

Holzbildhauer Johann Kral (30) gestaltet die Corona-Kunst.
Holzbildhauer Johann Kral (30) gestaltet die Corona-Kunst.  © Petra Hornig

"Mir war wichtig, dass meine Kunst kostenlos zu sehen sein wird. Jeder kann vorbeikommen", so Holzkünstler Johann Kral (30). 

Ende Juni hatte Kral die insgesamt 4000 meist von Kindern bemalten Steine mit Erlaubnis der Stadt eingesammelt. Ansonsten hätte das Rathaus die Steine entfernen und vernichten lassen. Die Kritik daran war riesig.

In den letzten Wochen hat der Holzkünstler die Steine gereinigt und nach Motiven und Emotionen sortiert. "Mit war wichtig, jeden einzelnen Stein zu berühren. Jetzt liegen in Regalen Marienkäfer getrennt von Regenbögen und Autos", so der 30-Jährige. 

2000 Steine blieben dafür übrig, beim Rest waren sämtliche Motive abgewaschen.

In den nächsten Wochen entsteht nun die eigentliche Holz-Skulptur. Freitag wurden dafür fünf insgesamt 700 Kilo schwere und 5,3 Meter lange Linden-Bohlen angeliefert.

Etwa 2000 solch bunter Corona-Steine konnten erhalten bleiben - und werden nun Teil des Kunstwerkes.
Etwa 2000 solch bunter Corona-Steine konnten erhalten bleiben - und werden nun Teil des Kunstwerkes.  © Petra Hornig

Das Kunstwerk selbst wird etwa vier Meter hoch sein. "Der Eingangsbereich des Stadtmuseums ist ein beeindruckender, barocker Raum. Dort passt nicht kleines rein", so Kral weiter. 

Für seine weitere Arbeit sucht der Holzbildhauermeister jetzt noch einen Sponsor, im Idealfall ein regionales Unternehmen. 

Titelfoto: Petra Hornig

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