Lösung für den Erhalt der Off-Bühne gesucht: projekttheater startet Petition
Dresden - Das projekttheater in der Dresdner Neustadt sieht sich in akuter Existenznot: Die Stadt hat die Förderung des Hauses auf null gesetzt, das gefährdet auch die verbliebende Förderung durch den Freistaat. Der Vorstand des projekttheater dresden e.V. hat nun eine Petition für den Erhalt der Bühne gestartet.
1990 gegründet, ist das projekttheater die älteste Off-Bühne Sachsens seit der Wende. Wie der Vorstand schreibt, habe das Sächsische Staatsministerium für Kultur mitgeteilt, dass der Freistaat ab 2027 die einzige institutionelle Förderung des Hauses um die Hälfte kürzen werde.
Die Stadt Dresden wiederum hätte signalisiert, dass eine Förderung des projekttheaters nicht möglich sei - was auch zum gänzlichen Wegfall der Förderung durch den Freistaat führen könne, da dieser eine Mitförderung durch die Kommune voraussetzt.
Der Vereinsvorstand des projekttheaters in seiner Mitteilung: "Wir sind gesprächsbereit und versuchen seit langem, alle Seiten an einen Tisch zu bekommen, um gemeinsam eine nachhaltige Lösung zu suchen." Nur seien Gesprächsanfragen nicht einmal beantwortet worden.
Bitteres Fazit: "Sollte unser Ringen um eine Weiterförderung ab 2027 nicht erfolgreich sein, muss das Theater schließen."
Petition für projekttheater gestartet
Auf der Plattform Innn.it wurde jetzt eine Petition gestartet, mit der man an die politischen Entscheider in den Ausschüssen für Kultur des Freistaates und der Landeshauptstadt für die gemeinsame Suche nach einer Lösung für Finanzierung und Erhalt des projekttheaters appelliert.
Die Petition findet sich unter innn.it/projekttheatererhalten und kann dort unterzeichnet werden.
Titelfoto: Holm Helis
