Mit Gummi-Jetski zum Teichfliegen: Zoll kassiert Wolles Spaßmobil ein
Dresden - Ahoi! Multi-Unternehmer Wolle Förster (71) geht unter die Binnenschiffer. Für seine Moderation des Possendorfer Teichfliegens am 12. Juli hat er sich ein aufblasbares Jetski zugelegt - allerdings ging Wolle bei der Erstbestellung baden.
Sein erstes "Wasser-Moped" orderte er beim "Alibaba Express", dem chinesischen Pendant von Amazon. Doch der Zoll zog bei einer Stichprobe ausgerechnet Wolles Paket und damit das 560-Euro-Gummijet aus dem Verkehr.
Der Grund: "Auf der Verpackung war zwar das CE-Zeichen, nicht aber am Jetski", so Wolle. Die CE-Kennzeichnung ist jedoch Voraussetzung dafür, dass ein Produkt in Europa verkauft werden darf, es den europäischen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzanforderungen entspricht.
"Das war bei meinem ersten Jetski nicht der Fall, der Zoll hat es an den Absender zurückgeschickt."
Wolle machte keine Wellen und bestellte ein zweites Spaßmobil bei Amazon - für 760 Euro, zugelassen für zwei Personen mit einem Gesamtgewicht bis 220 Kilo.
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Wolle will erst mal weiter üben
Die Jungfernfahrt fand im heimischen Pool statt - mit gedrosselter Kraft. "Auf einem Teich kann mein Gummijet mit fünf bis zehn Stundenkilometern übers Wasser düsen", freut sich Wolle. Dafür sorgt ein abnehmbarer Propeller, der mit einem Akku betrieben wird.
Der Clou: "Sollte ich mal tauchen gehen, dann kann ich den Propeller auch als Antrieb nutzen." Klingt nach James-Bond-Film.
"Auf jeden Fall besorge ich mir noch einen Neoprenanzug. Denn bei jedem Teichfliegen bin ich bisher nass geworden. Die selbst gebauten Mobile überstanden oft den Flug ins Becken, aber wenn ich später draufstand, gluckerten sie unter", feixt Wolle.
Bevor er allerdings im Becken des Possendorfer Schulparks beim Teichfliegen in See sticht, "will ich noch ein paar Übungsrunden auf einem richtigen Gewässer außerhalb meines Pools drehen", versichert der Jetski-Kapitän. Immerhin gucken alljährlich über 1000 Gäste dem Spektakel zu.
Titelfoto: Petra Hornig

