Musikfestspiele mit Rekord und einem Hollywood-Star: "So gut waren wir noch nie"

Dresden - 96 Prozent Auslastung, das entspricht 68.000 verkauften Karten in 64 Konzerten - die Dresdner Musikfestspiele, die Sonntagabend zu Ende gingen, haben wieder einen Rekord aufgestellt, der in diese Zahlen seinen Ausdruck findet.

Jan Vogler (62, r.) und Bill Murray (75) am Samstag im Palais im Großen Garten, wo es einen Vorgeschmack auf das Finalkonzert zu erleben gab.  © Ove Landgraf

Das Zahlenspiel lässt sich fortsetzen. 2,2 Millionen Euro stehen als Einnahmen aus den Kartenverkäufen zu Buche, mehr als doppelt so viel als der zuletzt stetig sinkende städtische Zuschuss -dieses Jahr: 900.000 Euro - beträgt. "So gut waren wir noch nie", sagt Intendant Jan Vogler (62).

Das Ergebnis aus Kartenverkäufen liege um zehn Prozent höher als im Vorjahr. Spätestens mit diesem Jahrgang habe Dresden es geschafft, "in die Elite der weltweit besten Festivalstädte vorzustoßen", so Vogler. Überhaupt sei Dresden, gemessen an der Dichte seiner Kulturinstitutionen und ihres Angebots, ihrer fußläufigen Erreichbarkeit und der besonderen Geschichte, die "perfekte Festivalstadt".

Das Palais im Großen Garten sei seine Lieblingsspielstätte, sagt der Intendant, weil an diesem Ort Geschichte, Architektur und Musik besonders effektvoll zusammenkämen. Auch aus diesem Grund fand die Abschlusspressekonferenz am Samstag dort statt.

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Mitgebracht hatte Vogler einen besonderen Gast: Hollywood-Star Bill Murray (75), der für das Finale der Musikfestspiele im Kulturpalast anreiste - die Wiederaufführung des literatur-musikalischen Erfolgsprogramms "New Worlds" in der Besetzung Bill Murray (Rezitation), Jan Vogler (Cello), Mira Wang (Violine) und Vanessa Perez (Piano), das 2015 bei den Musikfestspielen uraufgeführt worden war.

"I am another ugly American" - Ich bin ein weiterer hässlicher Amerikaner -, begrüßte Murray die Pressevertreter ironisch. Die politische Spitze wollte er sich nicht verkneifen. Auf wen er anspielte, lässt sich denken.

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Sponsorengelder sind für Dresdner Musikfestspiele unverzichtbar

Hut ab! US-Schauspieler Bill Murray (75) war der Star zum Abschluss der Dresdner Musikfestspiele.  © Robert Michael/dpa

Nach den Musikfestspielen ist vor den Musikfestspielen. Immer gibt es einen nächsten Jahrgang. Geplant werde aktuell bis 2029, so Vogler, der kommende Jahrgang 2027 sei im Großen und Ganzen durchgeplant. Zwei Uraufführungen sind vorgesehen, davon eine mit Stargeigerin Anne-Sophie Mutter (62).

Bei schrumpfender städtischer Mitfinanzierung gilt es, andere Geldquellen zu erschließen. Neben den eigenen Einnahmen sind es vor allem Sponsorengelder, die für das Festival unverzichtbar geworden sind.

Langjährigste und wichtigste Geldgeberin der Musikfestspiele ist die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die sich besonders bei Zeitgenössischem und Uraufführungen ins Zeug legt. Zwischen dem Intendanten des Festivals, Jan Vogler, und dem Vorstandsvorsitzenden des Geldinstituts, Joachim Hoof (68), sind die Bande eng.

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"Du öffnest nicht nur Herzen, sondern auch Portemonnaies", so Hoof zu Vogler, als beide am Samstag im Palais einen weiteren Dreijahres-Sponsoringvertrag unterzeichneten.

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