Vor sechs Jahren und heute: Corona-Kind Ariana als Zeitzeugin im Stadtarchiv

Dresden - 2020 übergab Erstklässlerin Ariana (heute 12) ein selbst gemaltes Bild ans Stadtarchiv für die neu begründete Corona-Sammlung. Sechs Jahre später gabs ein Wiedersehen: Die Archivare befragten die heutige Siebtklässlerin für ein Zeitzeugen-Interview, wie sie die Pandemie erlebte - es soll nicht das letzte Treffen bleiben.

Vor sechs Jahren hatte die damalige Erstklässlerin ihr selbst gemaltes Corona-Bild an den Archivleiter übergeben.  © Stadtarchiv Dresden

Ariana ist schon jetzt eine besondere Zeitzeugin. Sie ist die erste Dresdnerin, die als Kind und junges Mädchen Material für das städtische Gedächtnis lieferte.

So hatte die damals Sechsjährige ein Bild über das Corona-Virus und dessen Ausbreitung in der Welt gemalt, dieses über ihre Eltern nach einem Aufruf des Archivs zur Dokumentation der Corona-Situation an Leiter Thomas Kübler (61) übergeben.

Nach sechs Jahren trafen sie sich erneut. "Ich hatte sie damals ja nur mit Maske gesehen", sagt Kübler. "Jetzt habe ich ein selbstbewusstes junges Mädchen erlebt, das über eine schwierige Zeit berichtete."

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Im Rahmen eines 90-minütigen Interviews erzählte die junge Gymnasiastin, wie sie die Jahre der Pandemie erlebte. "Sie erinnert sich noch gut an die Zeit zurück, die sie sehr bewegt hat, weil sich der Alltag auch stark verändert hatte", sagt ihre Mutter Elwira (49).

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Arianas Erinnerungen werden in Dresdens Zeitzeugenarchiv gespeichert

Zurück im Stadtarchiv als Zeitzeugin: Siebtklässlerin Ariana (12) mit ihrem Bild und Archivleiter Thomas Kübler (61).  © Kerstin Guckeland

So schilderte sie auch die Zeit, in der sie nicht mehr in die Schule konnte.

"Sie hat damals mit ihrer Mutter viele Schulaufgaben gemeinsam gemacht. Auch erkundeten sie draußen mehr als zuvor die Stadt und ihre Umgebung im Rahmen des 15-Kilometer-Radius, der damals erlaubt war. Dass sie mehr Zeit mit ihrer Familie verbrachte, wertete sie als positiv", so Kübler.

Arianas Erinnerungen werden in Dresdens Zeitzeugenarchiv gespeichert. "Solche Interviews sind für uns wichtig, um das aktuelle Zeitgeschehen festzuhalten, damit man später keinen verfälschten Blick auf die Ereignisse hat", erklärt Kübler.

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Man freue sich, wenn die Bevölkerung dem Archiv Fotos, Videos oder sonstige Corona-Materialien anbiete. In vier Jahren soll es ein weiteres Treffen geben - mit Ariana als 16-jähriger Teenagerin.

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