Lange Schlange an der Tanke: Dresden jagt den billigsten Sprit des Tages

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Dresden - Was ist denn hier los? Vor einer star-Tankstelle in Dresden-Omsewitz stehen die Autos plötzlich Schlange und die Fahrer warten geduldig auf ihren Platz an der Zapfsäule. Der Grund ist einfach: Wer aktuell zum richtigen Zeitpunkt tankt, kann inzwischen fast zehn Euro pro Tankfüllung sparen.

Bei der star-Tankstelle auf der Coventrystraße wollten viele Autofahrer die günstigen Spritpreise nutzen.
Bei der star-Tankstelle auf der Coventrystraße wollten viele Autofahrer die günstigen Spritpreise nutzen.  © Ove Landgraf

Die Preisunterschiede an deutschen Tankstellen haben ein Rekordniveau erreicht. Nach Angaben des ADAC liegen zwischen dem teuersten und dem günstigsten Zeitpunkt eines Tages inzwischen bis zu 14,6 Cent pro Liter bei Super E10 und sogar 18,4 Cent bei Diesel.

Für Autofahrer bedeutet das bares Geld. Besonders in der frühen Mittagszeit lohnt sich der Blick auf die Preistafel. Wer kurz vor dem täglichen Preissprung um 12 Uhr tankt, kann bei einer 50-Liter-Füllung im Schnitt 7,30 Euro mit Benzin und 9,20 Euro mit Diesel sparen.

Dass viele Dresdner derzeit gezielt auf günstige Tank-Momente warten, dürfte auch am zuletzt gesunkenen Preisniveau liegen.

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Nach Daten des Spritportals "Clever Tanken" sind die Durchschnittspreise gegenüber der vergangenen Wochen um rund 6 Cent zurückgegangen.

Im Vergleich zur letzten Woche sind die Spritpreise ein gutes Stück gesunken.
Im Vergleich zur letzten Woche sind die Spritpreise ein gutes Stück gesunken.  © Ove Landgraf
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ADAC sieht die großen Preissprünge kritisch

Die Visualisierung des ADAC zeigt die Entwicklung der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf seit 2016.
Die Visualisierung des ADAC zeigt die Entwicklung der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf seit 2016.  © ADAC e.V.

Hinter den extremen Schwankungen steckt das sogenannte Österreich-Modell. Seit Anfang April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen – und zwar um 12 Uhr mittags.

Die Folge: Punkt 12 Uhr schießen die Preise oft deutlich nach oben. Anschließend fallen sie über Stunden wieder Stück für Stück.

Der ADAC sieht die Entwicklung kritisch. Der Automobilclub befürchtete bereits vor Einführung der neuen Regelung, dass die Mineralölkonzerne die eingeschränkten Preisanpassungen mit höheren Risikoaufschlägen ausgleichen könnten.

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Nun sieht sich der Club bestätigt. Als Beleg nennt der ADAC die "gewaltigen und in der Regel nicht nur durch Ölpreissteigerungen erklärbaren Preissprünge zur Mittagszeit".

Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf

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