Lego-Stadtrat wird von Amazon-Betrüger gequält!

Dresden - Schnäppchenjäger, die in der sogenannten "Black Week" bei Amazon auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken waren, schauten in der Nacht zum Mittwoch stundenlang in die Röhre.

Der Dresdner LEGO-Händler Christoph Blödner (40) hat Ärger mit Amazon.
Der Dresdner LEGO-Händler Christoph Blödner (40) hat Ärger mit Amazon.  © Steffen Füssel

Denn nichts ging mehr beim Online-Riesen. Den Dresdner LEGO-Händler Christoph Blödner (40) traf es in den vergangenen Tagen allerdings noch schlimmer. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen wurde dessen Account gehackt.

Am Montagabend sperrten Unbekannte ihn aus seinem eigenen Konto aus und boten in den folgenden Stunden im Namen seiner Firma Brickina statt Sets der beliebten kleinen Plaste-Bausteine unter anderem Kühlschränke, Handys, E-Bikes und Schneefräsen an.

"Ich habe sofort bei Amazon angerufen, aber dort konnte mir niemand helfen", erzählt Blödner.

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Binnen kürzester Zeit gingen 2000 Bestellungen im Umfang von 1,1 Millionen Euro ein. Hilfe von Amazon: Fehlanzeige. Dabei versuchte es der Unternehmer auf verschiedensten Wegen.

Bei Twitter antwortete der Versandhändler: "Ohweh! Das klingt nach einem unerfreulichen Abend, Morgen und voranschreitenden Tag."

Glück im Unglück: Kein finanzieller Schaden

Von dem Versandhändler kam keinerlei Hilfe.
Von dem Versandhändler kam keinerlei Hilfe.  © dpa-Zentralbild

Erst Stunden später hatte Blödner wieder Zugriff. Danach mussten alle Bestellungen einzeln storniert werden. "Ich hatte zwei Tage nichts anderes zu tun", ärgert sich der Brickina-Chef.

Glück im Unglück: Weder den vermeintlichen Kunden noch ihm scheint ein finanzieller Schaden entstanden zu sein.

"Trotzdem mache ich den Shop bei Amazon erst einmal dicht, bis die Sache geklärt ist", sagt er. 90 Prozent der Verkäufe liefen ohnehin über andere Plattformen.

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Amazon antwortete auf TAG24-Anfrage, dass man jeden Tag intensiv daran arbeite, "ehrliche Verkaufspartner zu schützen und ihnen zu helfen, ihr Geschäft auszubauen".

Amazon habe allein im Jahr 2021 über 900 Millionen US-Dollar investiert und mehr als 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, um Betrug und Missbrauch zu verhindern, sagt ein Amazon-Sprecher.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel, dpa-Zentralbild

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