Dresden - Wird Dresdens Partymeile schlechthin – die Alaunstraße – bald autofrei? Oberbürgermeister Dirk Hilbert (54, FDP) soll eine mögliche Sperrung prüfen. Polizisten sehen Risiken in dem Projekt.
Die Alaunstraße beginnt am Albertplatz und führt am Scheunevorplatz vorbei – die Ecken gelten als Kriminalitätsschwerpunkte. Körperverletzungen, Raubstraftaten, Drogenhandel sind keine Seltenheit.
Würde eine verkehrsberuhigte Zone die Lage verschärfen?
"Die Gefahrensituationen durch den Verkehr, gerade mit den Posern (gemeint sind Autoraser, Anm. d. Red.), nimmt man damit raus", sagt Revierleiter Jürgen Kunath (46) vom Polizeirevier Dresden-Nord.
Das Problem: Auf einer autofreien Straße würden wahrscheinlich mehr Menschen verweilen – potenzielle Täter wie Opfer.
Hendrik Schlicke (45), leitender Polizeidirektor: "Das Projekt sehen wir ambivalent. Verkehr bedeutet natürlich auch, dass immer eine Durchmischung stattfindet."
Würden sich mehr Menschen frei auf der Alaunstraße versammeln, könnte es auch mehr Beschwerden von Anwohnern geben, vermutet der Polizeidirektor.