Auch um Kriminalität kleinzuhalten: "Kiezlichter" kümmern sich jetzt wieder ums Partyvolk

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Dresden - Endlich warm! Langsam steigt das Partyfieber in der Dresdner Neustadt. Für ein besseres Sicherheitsgefühl schlendern dieses Jahr wieder Nachtschlichter durch den Kiez. Doch den Albertplatz, wo die Kriminalität weiterhin hoch ist, meiden sie.

Projektkoordinator Alessandro Finke (37) auf dem neuen, knallroten Lastenfahrrad.
Projektkoordinator Alessandro Finke (37) auf dem neuen, knallroten Lastenfahrrad.  © Thomas Türpe

Schon seit 2021 sind in den warmen Monaten Nachtschlichter unterwegs, um Konflikten im Nachtleben vorzubeugen, Nachtschwärmern zu helfen, sie notfalls nach Hause zu begleiten. Ab diesem Jahr heißen sie offiziell "Kiezlichter" und nutzen ein Lastenfahrrad.

"Darin verstauen wir unter anderem Wasser, Traubenzucker und Erste-Hilfe-Kästen für Notfälle", sagt Kiezlichter-Koordinator Alessandro Finke (37).

Stadtbezirksamtsleiter André Barth (59) betont: "Das Projekt hat konkrete Verbesserungen gebracht, an der Schiefen Ecke haben wir keine Probleme mit 'Straßenbahn-Streichlern' mehr." Dieses Jahr ist es erstmals im Stadthaushalt (Kostenpunkt: 180.000 Euro) verankert.

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Alaunplatz und Schiefe Ecke gelten inzwischen nicht mehr als Brennpunkte - doch am Albertplatz hatten die Schlichter bislang keinen Erfolg.

Froh über den Einsatz der Kiezlichter: Stadtbezirksamtsleiter André Barth (59).
Froh über den Einsatz der Kiezlichter: Stadtbezirksamtsleiter André Barth (59).  © Thomas Türpe
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Das Lastenrad transportiert Wasser, Traubenzucker, sogar Beatmungstücher für den Notfall.
Das Lastenrad transportiert Wasser, Traubenzucker, sogar Beatmungstücher für den Notfall.  © Thomas Türpe

Kiezlichter wurden am Albertplatz beleidigt

Revierleiter Jürgen Kunath (46) bereitet die Kriminalität am und auf dem Albertplatz Sorgen.
Revierleiter Jürgen Kunath (46) bereitet die Kriminalität am und auf dem Albertplatz Sorgen.  © Thomas Türpe

Dort treffen sich auch viele Männer mit Migrationshintergrund, die Ecke (mit dem Eingang zur Alaunstraße) ist wegen häufiger Raubstraftaten und Körperverletzungen als Kriminalitätsschwerpunkt eingestuft.

"Wir haben in den letzten Jahren versucht, Leute anzusprechen", sagt Alessandro Finke. Doch seine Teams seien auf Arabisch beleidigt worden, daher wolle man erstmal weniger Präsenz zeigen.

Auch Revierleiter Jürgen Kunath (46) ist unzufrieden mit der Kriminalität am Albertplatz. "Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Lage bald entspannt." Den Kiezlichtern will der Revierleiter aber keinen Vorwurf machen.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe

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