Bahnhofsvorplatz Niedersedlitz soll Frischekur erhalten: Doch an anderer Stelle fehlt das Geld
Dresden - Schon seit Jahren gibt der Bahnhofsvorplatz Niedersedlitz ein trauriges Bild ab. Jetzt soll der marode Umsteigepunkt im Südosten eine millionenschwere Frischekur erhalten.
Die Stadt will den Knotenpunkt modernisieren. Dafür sollen 4,6 Millionen Euro investiert werden, ein Großteil davon für die Umgestaltung des Vorplatzes.
Die schmalen Bahnsteige an der Straßenbahn-Haltestelle sollen verbreitert und verlängert, die Busanbindung neu geordnet werden. Die Haltestelle der Linien 65, 88 und 89 ist künftig direkt auf dem Vorplatz.
Zudem soll ein neuer Park+Ride-Parkplatz mit 48 Stellplätzen (vier für Carsharing) auf einer bislang ungenutzten Fläche westlich der Gleisschleife entstehen. Geplant ist auch ein überdachter Parkplatz für 48 Fahrräder.
"Damit schaffen wir bessere Bedingungen für die tägliche Mobilität vieler Menschen und stärken den ÖPNV, Carsharing, Fuß- und Radverkehr", teilte Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) mit.
Nach der Sommerpause sollen die Stadträte beraten und das Projekt freigeben.
Hier muss der Ausbau noch warten
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Nicht überall geht es voran: Für den ab September geplanten Ausbau der DVB-Haltestelle "Walpurgisstraße" am Kristallpalast ist derzeit kein Geld da.
Ursprünglich war geplant, die Haltestelle von 60 auf 88 Meter zu erweitern, damit künftig zwei Stadtbahnwagen zeitgleich halten können. Nachdem der Bauausschuss das Projekt zunächst nicht freigegeben hatte, liegt es jetzt auf Eis.
Grund waren finanzielle Bedenken zur 1,5 Millionen Euro (davon 75 Prozent gefördert) teuren Maßnahme. Die Verwaltung bereite eine Umsetzung im kommenden Jahr vor, teilte ein Stadtsprecher mit.
Man wolle den Räten die Vorteile des Ausbaus noch einmal erläutern. Das Projekt ist verknüpft mit der "grünen" Umgestaltung des öden steinernen Kinovorplatzes, der ab 2028 erfolgen soll.
Titelfoto: Norbert Neumann

