CDU verurteilt Silvester-Randale und fordert "harte Konsequenzen"
Dresden - Barrikaden brannten, Vermummte randalierten, Straßenbahnen wurden besprüht: Nach den Ausschreitungen in der Neustadt in der Silvesternacht fordert die CDU "zügige und harte Konsequenzen".
Rückblick: Kurz nach Mitternacht hatten sich rund 50 Personen an der Haltestelle "Bischofsplatz" am Rand der Neustadt versammelt und eine Barrikade aus Mülltonnen und einem Sofa in Brand gesetzt.
Eine Straßenbahn (Linie 13) wurde mit Steinen beworfen und wie eine weitere mit Schriftzügen besprüht (etwa: "Antifa"). Verletzt wurde niemand.
"Wir erleben eine zunehmende Radikalisierung der linksextremen Szene, Gewalttourismus unter politischem Deckmäntelchen und eine erschreckend offene Bereitschaft zur Gewalt. Wer Straßenbahnen überfällt, Barrikaden anzündet und Angst verbreitet, will keine Debatte – er will Eskalation", ordnet CDU-Stadtrat Johannes Schwenk (34) die Tat für seine Partei ein.
Wer nun kaputte Straßenbahnen als "Kapitalismuskritik" verkaufen will, der hat sich aus dem zivilgesellschaftlichen Diskurs verabschiedet, so die CDU. "Den Schaden tragen derweilen Öffentlichkeit und Stadtkasse."
Einen Import der Leipziger Verhältnisse an der Eisenbahnstraße brauche Dresden nicht, teilt die CDU weiter mit. Staatsanwaltschaft und Polizei müssten schnellstmöglich die Täter ermitteln.
Die Polizei konnte sich am Montag bezüglich der politischen Zugehörigkeit der Täter zunächst nicht näher äußern. Ein Statement folgte am Dienstag.
Laut DVB kostete die Reinigung der beiden Bahnen (sind wieder im Einsatz) rund 2000 Euro.
Erstmeldung vom 5. Januar, 17.16 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 6. Januar, 15.58 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: VersaRed.Foto, Thomas Türpe
