Kontrollsichtung in Dresdner Neustadt beendet: Sind Tigermücken in Fallen getappt?
Dresden - Vor einem Monat begann Dresdens Jagd auf die Asiatische Tigermücke. Nachdem in der Äußeren Neustadt in diesem Jahr bis zu vier Tigermücken nachgewiesen wurden, stellte die Stadt gemeinsam mit dem externen Schädlingsbekämpfer APC aus Nürnberg nordöstlich des Alaunparks 26 Brutstätten-Fallen auf.
Nach einer Kontrollsichtung der ersten Fallen gab es am Dienstag, zumindest vorerst, Entwarnung: "In keiner der aufgestellten Fallen konnten wir eine Tigermücke finden", freuen sich APC-Biologin Judith Auer (49) und Infektionsschutz-Leiterin Marie-Luise Buder (34).
Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, "aber einer, den wir eingehen müssen, denn die Tigermücke ist eines der tödlichsten Tiere der Welt", betont die APC-Biologin.
Hundertprozentig sei die Plage nicht zu bekämpfen, "aber zumindest eindämmbar", erklärt sie weiter.
Das Heimtückische: Die Tigermücke kann gefährliche Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya-, Zika- und West-Nil-Viren übertragen.
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Genaues Vorgehen im nächsten Jahr noch ungewiss
Deshalb werden Dresdner auch weiterhin dazu aufgerufen, potenzielle Tigermücken zu fotografieren und in der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) in kleinen Behältnissen abzugeben: "Es wurden auch schon welche abgegeben. Doch zermatscht erkennt man nicht mehr, ob es eine Tigermücke ist", so Infektionsschutz-Leiterin Buder.
Auch stehende Wasseransammlungen wie Regentonnen sollen weiterhin abgedeckt oder regelmäßig ausgetauscht werden.
Mit den sinkenden Temperaturen wird auch die Mücke träger. Deshalb werden die Fallen in vier Wochen abgebaut und die Ergebnisse ausgewertet.
Wie es weitergeht, ist auch für die Infektionsschutz-Leiterin noch ungewiss: "Im nächsten Jahr werden wir wahrscheinlich mit aufgestellten Fallen präventiv gegen die Mücke vorgehen."
Titelfoto: Montage: Eric Münch, Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

