Kontrollsichtung in Dresdner Neustadt beendet: Sind Tigermücken in Fallen getappt?

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Dresden - Vor einem Monat begann Dresdens Jagd auf die Asiatische Tigermücke. Nachdem in der Äußeren Neustadt in diesem Jahr bis zu vier Tigermücken nachgewiesen wurden, stellte die Stadt gemeinsam mit dem externen Schädlingsbekämpfer APC aus Nürnberg nordöstlich des Alaunparks 26 Brutstätten-Fallen auf.

Infektionsschutz-Leiterin Marie-Luise Buder (34) und APC-Biologin Judith Auer (49, r.) sind gespannt, ob auch die anderen Fallen in der Neustadt Tigermücken-frei sind.
Infektionsschutz-Leiterin Marie-Luise Buder (34) und APC-Biologin Judith Auer (49, r.) sind gespannt, ob auch die anderen Fallen in der Neustadt Tigermücken-frei sind.  © Eric Münch

Nach einer Kontrollsichtung der ersten Fallen gab es am Dienstag, zumindest vorerst, Entwarnung: "In keiner der aufgestellten Fallen konnten wir eine Tigermücke finden", freuen sich APC-Biologin Judith Auer (49) und Infektionsschutz-Leiterin Marie-Luise Buder (34).

Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, "aber einer, den wir eingehen müssen, denn die Tigermücke ist eines der tödlichsten Tiere der Welt", betont die APC-Biologin.

Hundertprozentig sei die Plage nicht zu bekämpfen, "aber zumindest eindämmbar", erklärt sie weiter.

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Das Heimtückische: Die Tigermücke kann gefährliche Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya-, Zika- und West-Nil-Viren übertragen.

Tigermücken werden mit einem Biozid behandelt, das für Mensch und andere Tiere ungefährlich ist. (Symbolfoto)
Tigermücken werden mit einem Biozid behandelt, das für Mensch und andere Tiere ungefährlich ist. (Symbolfoto)  © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa
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Genaues Vorgehen im nächsten Jahr noch ungewiss

Die Brutstätten-Fallen sind mit Wasser und Blättern gefüllte Eimer. Die Mücken fliegen in die Öffnung, um ihre Eier abzulegen, bleiben jedoch an einem Klebestreifen hängen.
Die Brutstätten-Fallen sind mit Wasser und Blättern gefüllte Eimer. Die Mücken fliegen in die Öffnung, um ihre Eier abzulegen, bleiben jedoch an einem Klebestreifen hängen.  © Eric Münch

Deshalb werden Dresdner auch weiterhin dazu aufgerufen, potenzielle Tigermücken zu fotografieren und in der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) in kleinen Behältnissen abzugeben: "Es wurden auch schon welche abgegeben. Doch zermatscht erkennt man nicht mehr, ob es eine Tigermücke ist", so Infektionsschutz-Leiterin Buder.

Auch stehende Wasseransammlungen wie Regentonnen sollen weiterhin abgedeckt oder regelmäßig ausgetauscht werden.

Mit den sinkenden Temperaturen wird auch die Mücke träger. Deshalb werden die Fallen in vier Wochen abgebaut und die Ergebnisse ausgewertet.

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Wie es weitergeht, ist auch für die Infektionsschutz-Leiterin noch ungewiss: "Im nächsten Jahr werden wir wahrscheinlich mit aufgestellten Fallen präventiv gegen die Mücke vorgehen."

Titelfoto: Montage: Eric Münch, Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

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