Dresdner Ärztehaus vor Abriss: Sozial-Bürgermeisterin steht Rede und Antwort

Dresden - Das Ärztehaus am Albert-Wolf-Platz in Dresden-Prohlis ist mittlerweile zum Politikum geworden. Mehrere Fraktionen sorgen sich um die Zukunft des medizinischen Angebots, befürchten infolge des geplanten Abrisses gar einen Wegzug der Praxen aus dem Stadtteil. In der vergangenen Ratssitzung musste Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (49, Linke) den aktuellen Stand erklären.

Stand Rede und Antwort zum Prohliser Ärztehaus: Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (49, Linke). (Archivbild)  © Eric Münch

Gegenüber Anja Stephan (50, Linke) sagte die Beigeordnete zunächst zum Zeitplan: "Der Leerzug des Objektes muss bis zum 31. Dezember sichergestellt sein, damit anschließend Baufreiheit für die STESAD gegeben ist."

Dies sei erforderlich, um das geplante Azubi-Wohnheim im Schuljahr 2029/30 eröffnen zu können. "Die mietvertraglichen Kündigungsfristen der einzelnen Praxen werden gestaffelt, beginnend ab dem 30. Juni bis in den September hinein erfolgen."

Auf die Frage, welche Schritte die Verwaltung zur Sicherung der Gesundheitsversorgung ergreift, verwies Kaufmann darauf, dass den Mietern im Januar mehrere Alternativen im Nahraum des bisherigen Standorts vorgeschlagen worden sind. "Drei Praxen nutzen den aktiven Austausch, zwei Praxen suchen selbst, eine Praxis hat keinen Gesprächsbedarf."

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Nach TAG24-Informationen schaut sich unter anderem die Kieferorthopädie selbst nach Alternativen um. Der Hausarzt wartet noch auf passende Angebote der Stadt. Die Fusspflege will ihre Praxis auflösen.

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Kassenärztliche Vereinigung soll bei Wegfall von Praxen für Ersatz sorgen

Wie und ob es für die Praxen des Objekts weitergeht, ist größtenteils noch unklar.  © TAG24

Die Hoffnung, dass seitens der Stadt noch nützliche Vorschläge unterbreitet werden, hatte die niedergelassene Zahnärztin bereits aufgegeben und (gezwungenermaßen) selbst die Initiative zur Suche nach einem geeigneten neuen Standort ergriffen.

Immerhin kann sie den Auszugstermin (eigentlich 30. Juni) wohl noch nach hinten verschieben, wie sie nun gegenüber TAG24 mitteilte.

Die Sozialbürgermeisterin betonte gegenüber den Ratsfraktionen, dass die Verwaltung für die vertragsärztliche Versorgung keine Verantwortung trägt. "Hier ist die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen gefragt."

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Sie müsse Ersatz schaffen, sollten tatsächlich Praxen und damit Leistungserbringungen wegfallen.

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