Finale am Pieschener Elbufer: Endlich maritimes Flair in der HafenCity
Dresden - Die HafenCity am Pieschener Elbufer, eines der größten Neubauprojekte in Dresden (Investitionsvolumen: 152 Millionen Euro), ist jetzt fertig. Zwar fehlen auf den ersten Blick Grün- und Schattenflächen, doch Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) ist hin und weg.
In der prallen Mittagshitze lädt die Uferpromenade kaum zum Verweilen ein. Es fehlen Bäume als Schattenspender, der Granitboden heizt sich auf.
Trotzdem war Baubürgermeister Kühn zur Einweihung am Sonntag begeistert: "Das Projekt ist wirklich gelungen."
Die HafenCity ist auf fünf Hektar Hafenbrache entstanden, die letzten Arbeiten wurden im April beendet. Elf Wohngebäude (mit 341 Wohnungen), ein Hotel, und Gewerbeflächen zählen zum Viertel.
Dazu kommen Grünflächen zwischen den Gebäuden und die eher steinerne Promenade am Wasser, die seit knapp zwei Jahren schon zugänglich ist.
"Der Bebauungsplan, den wir mit der Stadt entwickelt haben, hatte das Motto 'rau und steinern', wir haben bewusst keine Parkanlage gebaut", erklärt Projektleiter Sebastian Forkert (50) vom Bauträger USD Immobilien.
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HafenCity lädt zum Verweilen ein
"Man wollte eine bewusste Reminiszenz an den Industriehafen schaffen", pflichtet Kühn bei. Die Materialien - Granit und Klinker statt Sandstein - seien ein maritimer Kontrast zur sonstigen Architektur in Dresden.
Projektleiter Forkert betont: "Wir haben 127 neue Bäume gepflanzt, 70 Ersatzquartiere für Vögel und 31 für Fledermäuse geschaffen." Mit der Promenade habe man einen Raum schaffen wollen, den alle Dresdner zum Flanieren und Entspannen nutzen können.
"Jetzt hoffen wir, auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs gegenüber gut anknüpfen zu können", sagt der Baubürgermeister.
Denn hier ist auf 27 Hektar ebenfalls ein neues Stadtquartier geplant, inklusive einer großen Grünanlage ("Neuer Leipziger Park"), die direkt mit der HafenCity verbunden ist.
Titelfoto: Montage: Norbert Neumann

