Ganz schön viel Wasser unterwegs: Wie hoch steigt die Elbe in Dresden nach der Schneeschmelze?
Dresden - Die Dresdner Elbe steigt und steigt und steigt. Seit dem Wochenende treiben Tauwetter und Regen die Wasserstände nach oben - womöglich bis zur Hochwasser-Alarmstufe 1 (ab vier Metern Elbpegel). Noch fahren Schiffe und Fähren normal weiter, doch Verantwortliche sind wachsam.
Ein Tiefdruckgebiet aus dem Westen hat mildes Wetter ins Elbe-Einzugsgebiet gebracht, hinzu kommen Regenfälle, Schneedecken sind fast völlig abgetaut.
"Das hat dazu geführt, dass die Abflüsse im gesamten Einzugsgebiet der Elbe angestiegen sind", erklärt Karin Bernhardt (63) vom Landesumweltamt. "Im sächsischen Abschnitt der Elbe setzt sich diese steigende Tendenz der Wasserführung fort."
Am Dienstag schaffte der Pegel um die drei Meter. Bis Donnerstag könnte er fast vier Meter erreichen, danach wieder abflauen. Damit wäre der Richtwert der ersten Hochwasser-Alarmstufe fast erreicht. Ob er überschritten wird, "kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher vorhergesagt werden", so Bernhardt.
Als "unkritisch" bezeichnet DVB-Sprecher Falk Lösch (60) die aktuelle Lage. "Mit einem Pegel knapp unter vier Metern können alle Fährstellen ohne Einschränkung bedient werden." Die Endhaltestelle der Buslinie 88 (fährt bis zur Fähre Kleinzschachwitz) habe man trotzdem ein Stück vorverlegt. "Sonst würden die Reifen nass werden." Fährleute hätten die aktuellen Pegelstände immer im Blick.
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Weiße Flotte-Sprecher Christoph Springer (63): "Wir haben ein Auge auf den Pegel, aber aktuell freuen wir uns eher, dass die Elbe mal wieder aussieht wie ein richtiger Fluss." Laut dem Landesamt besteht bei einem Hochwasser im untersten Alarmstufenbereich kein Grund zur Sorge - eine höhere Alarmstufe werde vorerst nicht erreicht.
Titelfoto: Montage: Eric Münch, Steffen Füssel
