Gedenken und Demos zum 13. Februar: Womit Dresden zu rechnen hat

Dresden - Zwei Tage Polizeieinsatz: Mit dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens beginnt ein Mammut-Einsatz, der erst am Samstagabend ein Ende finden wird. Denn auch schon am Freitag wird es mehrere Kundgebungen und Demonstrationen geben.

Am Freitag gedenkt Dresden wieder seiner Zerstörung vor 81 Jahren.  © picture alliance/dpa

Ab 10 Uhr keine Eier mehr: Wegen der vielen Demos gilt ab dem Vormittag in der Innenstadt und Teilen der Neustadt eine Allgemeinverfügung.

Diese verbietet neben Waffen und gefährlichen Gegenständen auch, Eier mit sich zu führen. Ebenso ist dort einheitliche schwarze Kleidung untersagt.

Der Grund ist eine konfrontative Lage, die spätestens am Freitag um 12 Uhr auf dem Neumarkt beginnt: Hier hält der ehemalige "Querdenken"-Kopf Marcus Fuchs (41) eine Kundgebung ab, dagegen wird es eine Gegenkundgebung von "Hope.Fight racism" geben.

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Ab 17.30 Uhr wiederum werden zwei Demonstrationen von "Dresden wi(e)dersetzen" vom Alaunplatz und dem Fritz-Foerster-Platz in die Innenstadt ziehen.

Geplant ist eine Vereinigung und Zwischenkundgebung beider Demonstrationen auf dem Dr.-Külz-Ring gegen 18.45 Uhr direkt an der Mahnwache des Neonazis Max Schreiber (38).

Die Demos laufen danach weiter zu einer Kundgebung des Netzwerks "Herz statt Hetze" auf dem Altmarkt.

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Die ersten Hamburger Gitter stehen bereits seit Donnerstag bereit.  © Ove Landgraf

Die Polizei wird gegen Störer konsequent vorgehen

Polizeipräsident Lutz Rodig (62) droht Störern mit einer niedrigen Einschreitschwelle.  © Holm Helis

Am Samstag wiederum ruft der Rechtsextremist Lutz Giesen (51) an den Bahnhof Dresden-Mitte zu einer Großdemonstration. Diese soll ersten Infos nach gegen 14 Uhr über die Schweriner Straße und das "World Trade Center" zum Postplatz führen.

"Dresden wi(e)dersetzen" ruft bislang zu drei Gegendemos jeweils um 10.30 Uhr zum Alaunplatz, Schlesischen und Friedrich-List-Platz. Mit Blockadeversuchen ist zu rechnen.

"Aufgabe der Polizei ist es, allen die Ausübung der Versammlungsfreiheit zu gewährleisten, die sich friedlich und gewaltfrei versammeln", erklärt Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62) das Einsatzkonzept.

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"Unter dieser Voraussetzung werden wir für Gegendemonstranten einen Protest in Hör- und Sichtweite gewährleisten. Gegenüber Störern werden die Einsatzkräfte jedoch konsequent und mit einer niedrigen Einschreitschwelle agieren."

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