Hornissen-Attacken im Großen Garten: Teile des Parks gesperrt, Nest soll bleiben!

Dresden - Feuerwehreinsatz in der Dresdner Seevorstadt – doch ohne Flammen!

Insgesamt acht Personen wurden durch die Hornissen verletzt.
Insgesamt acht Personen wurden durch die Hornissen verletzt.  © xcitepress/ Benedict Bartsch

Am Sonntagvormittag wurden Teile des Großen Gartens gesperrt, daraufhin erleuchtete Blaulicht den Himmel.

Wie die Feuerwehr Dresden auf Twitter mitteilte, wurden insgesamt acht Personen von Hornissen gestochen und erlitten teilweise schwere allergische Schocks.

Die Einsatzleitung rief gegen 11 Uhr einen MANV (Massenanfall von Verletzten) aus. Somit wurde eine größere Zahl an Rettungskräften alarmiert, damit Verletzte mit lebensbedrohlichen Symptomen schnellstmöglich transportieren werden können.

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Drei Personen wurden umgehend ins Krankenhaus gebracht, zwei weitere bekamen eine notärztliche Behandlung vor Ort, bevor es auch für sie mit allergischen Reaktionen in eine Klinik ging.

Zudem wurden ein vierjähriger Junge, sowie eine weitere Frau und ein Mann in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Naturschutzbehörde wurde der Bereich um den betroffenen Baum im Umkreis von 20 Metern abgesperrt.

Teile des Großen Gartens sind derzeit gesperrt.
Teile des Großen Gartens sind derzeit gesperrt.  © xcitepress/pb
Kameraden der Feuerwehr und Rettungssanitäter sind vor Ort.
Kameraden der Feuerwehr und Rettungssanitäter sind vor Ort.  © Roland Halkasch

Update, 20.45 Uhr: Laut Feuerwehr wird Nest nicht entfernt

In diesem Baum befindet sich das Nest - und dort wird es auch vorerst bleiben.
In diesem Baum befindet sich das Nest - und dort wird es auch vorerst bleiben.  © xcitepress

TAG24 sprach noch am Sonntag mit dem Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre. Ihm zufolge "bestand bei drei Personen wegen eines schweren allergischen Schocks Lebensgefahr".

Die Frau und die beiden Männer waren nach den Stichen der Insekten kollabiert und wurden sofort ins Krankenhaus gebracht. Die anderen Betroffenen wurden ebenfalls in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Die Stübelallee musste wegen der vielen Rettungsfahrzeuge (insgesamt waren 60 Retter im Einsatz) in eine Richtung zeitweise gesperrt werden.

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Mit Hinweisschildern soll nun verhindert werden, dass sich erneut Menschen den möglicherweise noch immer aufgeschreckten Tieren nähern. "Das wird sich in den nächsten Tagen erledigt haben", sagt Klahre.

Was die Attacke der Hornissen, die als besonders geschützte Art eingestuft sind, ausgelöst hat, ist unbekannt. Sie sind eigentlich friedfertiger als Wespen und Bienen und auch ihr Gift ist schwächer als das von Honigbienen. Sie verteidigen ihre Nester jedoch im Umkreis von zwei bis sechs Metern.

Das Nest wird übrigens nicht entfernt. "Das ist ihr natürlicher Lebensraum", sagt Klahre. Aktiv sind Hornissen ohnehin nur bis Anfang November dann. Mit Ausnahme der Jungköniginnen stirbt dann der gesamte Staat.

Titelfoto: xcitepress/ Benedict Bartsch

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