Immer lebe die Sonne: Dresdens größter Solarpark auf alter DDR-Müllkippe

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Dresden - Dresden gewinnt jetzt Strom aus Sonne an einem besonderen Ort: Auf der früheren Mülldeponie an der Radeburger Straße (Hellerberge) eröffnete SachsenEnergie jetzt seinen größten Solarpark der Stadt.

SachsenEnergie-Vorstand Axel Cunow (47) und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne).
SachsenEnergie-Vorstand Axel Cunow (47) und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne).  © Holm Helis

Zu DDR-Zeiten wurden auf dem Areal Dresdens Restmüll und später teils auch Bioabfälle ausgekippt – zuvor war dort eine Sandgrube.

Nach Stilllegung der Deponie 2001 wurde eine Art Plane über den Müllberg gelegt und ungefähr 1,50 Meter Erde aufgeschüttet.

Auf dem Südhang ließ SachsenEnergie jetzt rund 4500 Solarplatten aufstellen mit einer Spitzenleistung von 2,05 Megawatt – laut Versorger genug grüner Strom für rund 1000 Haushalte mit einem Jahresstrombedarf von 2000 Kilowattstunden.

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SachsenEnergie investierte rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt. Es zeige, wie man die Energiewende auch in Großstädten, wo Platz meist rar ist, umsetzen könne, so Vorstand Axel Cunow (47) erfreut. Die sonst nur schwer nutzbaren Flächen leisteten jetzt einen sinnvollen Beitrag.

So sieht das Solarfeld mit 4500 Platten von oben aus. Oben links sichtbar die Druckerei an der Radeburger Straße.
So sieht das Solarfeld mit 4500 Platten von oben aus. Oben links sichtbar die Druckerei an der Radeburger Straße.  © Holm Helis
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Unter den Solarpaneelen kann die Wiese weiter wachsen, was auch Insekten nützt.
Unter den Solarpaneelen kann die Wiese weiter wachsen, was auch Insekten nützt.  © Holm Helis
Bis 2001 wurde hier Restmüll abgeladen. (Symbolfoto)
Bis 2001 wurde hier Restmüll abgeladen. (Symbolfoto)  © picture-alliance/ ZB

Standort könnte perspektivisch auch noch erweitert werden

Die Aufnahme von 2006 zeigt die Mülldeponie bereits nach der Stilllegung.
Die Aufnahme von 2006 zeigt die Mülldeponie bereits nach der Stilllegung.  © picture alliance / Euroluftbild

Man spare im Vergleich zur fossilen Energieerzeugung nun rund 770 Tonnen Kohlendioxid ein, sagte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne).

"Im Schatten der Solarmodule entsteht zudem eine lebendige Wiese, die ein attraktiver Lebensraum für Zauneidechsen und Insekten sein wird." Ein Teil der Paneele ist halbtransparent, was ebenfalls den Tieren und Pflanzen dienen soll. Die Ergebnisse sollen über fünf Jahre überwacht und ausgewertet werden.

Der Standort könnte perspektivisch auch noch erweitert werden. Am Fuße des Hangs, wo die Stadtreinigung jetzt noch einen kleinen Umschlagplatz für den Transport von Restmüll an andere Standorte betreibt, könnte die Ring30-Müllverbrennungsanlage gebaut werden.

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Diese könnte dann auch Wärme und Strom (ungefähr dreimal so viel wie auf dem Solarfeld) erzeugen. Zudem ist denkbar, das Solarfeld in einigen Jahren zu erweitern.

Titelfoto: Montage: Holm Helis

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