Dresden - Wir sind geil! Zumindest statistisch. Denn laut aktueller Studie des Erotikportals Erotik.com gehört Dresden zu den heißesten Pflastern Deutschlands: Rang zwei bundesweit, Spitze im Osten.
Sechs Faktoren haben die aktuelle Statistik geprägt. "Die Anzahl der Sexshops, Swingerclubs, Gay Saunen, Pornokinos, das Suchinteresse bei Google und der Pornokonsum", heißt es von den Betreibern der Seite.
In diesen Kategorien wurden jeweils 0 bis 10 Punkte vergeben. Dresden erhielt mit 35,5 überdurchschnittlich viele Punkte.
Ronny Frenzel (46) ist Chef des ältesten Sex-Shops (mit Pornokino) in der Neustädter Louisenstraße und findet die Statistik zutreffend: "Die Leute hier sind beim Thema Sex und Erotik einfach lockerer als in anderen Städten." Das würde ihm auch "von Touristen sowie einheimischen Kunden" bestätigt.
Auch die "Fetischklinik" wird ausschlaggebend für die Platzierung gewesen sein.
Das ist die unerotischste Stadt Deutschlands
Die gelernte Krankenschwester Dr. Eve (38) ist die Chefin, arbeitet seit 16 Jahren im Prostitutionsgeschäft: "Viele unserer Gäste haben hohe Positionen im Beruf, müssen viele Entscheidungen treffen. Während andere vielleicht zum Wellness fahren, kommen sie mit diesem Fetisch hier her", sagt Eve zu ihrem eher bizarren Angebot am Stadtrand.
Multi-Unternehmer Wolle Förster (70) betreibt seit über 35 Jahren das Tanzlokal "Klax" in Pieschen, sieht die Statistik eher kritisch.
Die Gesellschaft sei zwar offener für Erotik und Sex geworden, aber durch das Internet habe sich das Stadtbild auch geändert und sei unerotischer geworden: "Es ist gang und gäbe, dass man Dildos verschenkt, aber die werden online gekauft. Viele Videotheken strahlten mit ihrem Eintritt ab 18 etwas Verruchtes aus. Aber die sind auch verschwunden."
Auf Rang 1 des Sex-Rankings ist übrigens Köln mit 36,9 Punkten gelandet. Leipzig belegt Platz 9 (29,2). Auf dem letzten Platz als unerotischste Stadt landete Duisburg.