Klima-Demonstranten stören Berufsverkehr am Straßburger Platz

Dresden - Blockade für den Klimaschutz! Am Freitagmorgen haben Demonstranten der Gruppe "Extinction Rebellion" den Verkehr am Straßburger Platz in Dresden gestört.

Die Klimaschützer der "Extinction Rebellion" versperrten den Autofahrern den Weg.
Die Klimaschützer der "Extinction Rebellion" versperrten den Autofahrern den Weg.  © privat

Wie bereits am gestrigen Donnerstag angekündigt, blockierten insgesamt acht Aktivisten ab etwa 7.30 Uhr die Lennéstraße auf Höhe der VW-Automanufaktur in Richtung Neustadt.

Die Klimaschützer versperrten den Autofahrern mehrmals für jeweils sieben Minuten den Weg. Rund 50 Fahrzeuge standen dadurch im Stau.

Straßenbahnen, Fahrräder und Einsatzwagen mit Blaulicht blieben von der mit dem Ordnungsamt abgesprochenen und von der Polizei begleiteten Protestaktion verschont.

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So musste laut Berichten vom Ort des Geschehens zum Beispiel eine Frau, die in den Wehen lag, zur Entbindung ins Krankenhaus gebracht werden. Sie konnte die Kreuzung passieren.

Ähnliche Blockaden gab es in Dresden bereits auf der Hansastraße, der St. Petersburger Straße und zuletzt am Albertplatz.

Mit der Verkehrsbeeinträchtigung wollte die Gruppe darauf hinweisen, dass aus ihrer Sicht zu wenig für den Klimaschutz getan wird und Politiker sowie die Stadtverwaltung dazu ermutigen, fossile Brennstoffe abzuschaffen.

Die dafür gedachten Fördermittel sollten stattdessen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fließen, um den CO²-Ausstoß zu senken und die Straßen sicherer zu machen.

Insgesamt acht Demonstranten blockierten am Freitagmorgen die Lennéstraße auf Höhe der VW-Manufaktur.
Insgesamt acht Demonstranten blockierten am Freitagmorgen die Lennéstraße auf Höhe der VW-Manufaktur.  © xcitepress
Die Autofahrer mussten an der Kreuzung warten, der Verkehr staute sich.
Die Autofahrer mussten an der Kreuzung warten, der Verkehr staute sich.  © xcitepress

"Wir müssen die Leute leider in ihrem Alltag stören"

Christian Bläul (40, r.) protestierte am Freitagmorgen gegen den "fossilen Wahnsinn".
Christian Bläul (40, r.) protestierte am Freitagmorgen gegen den "fossilen Wahnsinn".  © xcitepress

Mit dabei war auch der Dresdner Physiker Christian Bläul (40), der im August aufgrund einer ähnlichen Aktion in Schweden hinter Gitter musste.

"Ich denke, dass wir durch unsere Protestformen nicht beliebt sind. Das ist auch gar nicht unser Ziel. Aber sie tragen dazu bei, dass die Leute sich nicht immer einigeln können und sagen, das beträfe sie nicht", sagte er nach seiner Freilassung Anfang September im TAG24-Interview.

Versammlungsleiterin Iris Kämper (60) sieht das ähnlich: "Wir müssen die Leute leider in ihrem Alltag stören, um sie auf die große Gefahr des Weiter-so hinzuweisen", erklärte sie in einer Pressemitteilung.

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Originalmeldung von 8.18 Uhr, aktualisiert 9.29 Uhr.

Titelfoto: xcitepress

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