Lingnerschloss-Streit geht weiter: Petitionen gegen Verkauf gestartet
Dresden - Der Streit um die Zukunft des Lingnerschlosses beschäftigt Stadträte, aber auch ganz normale Bürger. Zwei Petitionen werben für den Verbleib des Erbbaurechts in städtischer Hand.
Die eine Petition haben bislang rund 400 Bürger unterzeichnet, die andere über 1200.
Im Kern fordern sie dasselbe: Das Anwesen von Odol-Erfinder Karl August Lingner (1861-1916) soll nicht an private Hände gehen - und der Öffentlichkeit dann schlimmstenfalls verschlossen bleiben.
Zwar versprechen die designierten Investoren Oliver Kreider (60) und Thomas Bohn (58), das Lingnerschloss offenhalten zu wollen.
Doch ein Petent warnt: "Bloße Zusagen, dass alles 'zugänglich bleibt', sind eine Absichtserklärung, aber keine verlässliche Garantie für die kommenden Jahrzehnte."
Ähnliche Warnungen gab's zuletzt auch aus dem Stadtrat.
Titelfoto: Norbert Neumann
