Marode Masten machen Probleme: Vorzeitige Sanierung an Dresdner Güterbahnhof notwendig

Dresden - Die Oberleitungsmasten am Bahnhof Dresden-Friedrichstadt machen Probleme. Ende März kam der Regionalverkehr über mehrere Tage wegen einer notwendigen Geschwindigkeitsbegrenzung komplett zum Erliegen. Der Infrastrukturbetreiber muss eine Sanierung vorziehen.

Einige Masten im Bahnhof Dresden-Friedrichstadt mitsamt seiner Güter-Abstellung weisen Korrosionsschäden auf. Eine zeitnahe Sanierung ist daher unausweichlich.  © Holm Helis

"Die DB InfraGO erneuert die Oberleitungsanlage vorzeitig aufgrund des fortgeschrittenen Zustands", erklärt eine DB-Sprecherin auf TAG24-Nachfrage. Eigentlich seien die Maßnahmen erst für das Jahr 2030 geplant gewesen. Nun finde die Außerbetriebnahme bereits zum 31. Dezember statt.

Damit die Stahlmasten mit festgestellten Korrosionsschäden bis dahin durchhalten, seien sie "technisch verstärkt" und dadurch "vorübergehend stabilisiert" worden.

"Während des Rückbaus ist kein elektrischer Betrieb möglich, der Verkehr erfolgt mit Dieseltraktion. Für die Übergangsphase wird gemeinsam mit den Kunden ein angepasstes Betriebskonzept entwickelt", so die Sprecherin weiter. Wichtige Anschlussgleise zum Güterverkehrszentrum (GVZ) und dem Hafen sollen nutzbar bleiben.

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Auch Fahrgäste müssten sich im Jahr 2027 bis zur Wiederinbetriebnahme der neuen Anlagen über mehrere Monate auf Einschränkungen im Zugverkehr zwischen Dresden-Neustadt und Cossebaude einstellen. "Die genauen Auswirkungen sind noch unklar", heißt es vonseiten der DB.

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Zum Jahreswechsel ist die Außerbetriebnahme der Oberleitungsanlage terminiert.  © Holm Helis
Die betroffenen Stahlkonstruktionen sind bis zur Erneuerung provisorisch stabilisiert.  © Holm Helis

Der vollständige Ausbau des Areals ist für den Zeitraum 2030 bis 2032 vorgesehen. Es soll mit einer modernen, leistungsfähigen Infrastruktur auch als grenznaher Abfertigungsbahnhof für die Neubaustrecke Dresden–Prag dienen.

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