Menschenkette am 13. Februar auch ohne Carolabrücke: So gedenkt Dresden seiner Zerstörung

Dresden - Am Freitag gedenkt Dresden der Bombardierung von 1945 erneut mit einer Menschenkette. Nach dem 80. Jahrestag im Vorjahr wird das Gedenken unter dem Motto "Gemeinsam Haltung zeigen" kleiner ausfallen. Immerhin ist Besuch aus der englischen Partnerstadt Coventry angekündigt.

Auch auf Dresdens Friedhöfen soll der Opfer des Krieges gedacht werden.  © picture alliance/dpa

TU-Rektorin und Versammlungsleiterin Ursula Staudinger (56) appelliert an "jede und jeden", sich in die Menschenkette einzureihen und so ein Zeichen "für eine offene Gesellschaft" zu setzen.

"Einerseits den Opfern gedenken, aber andererseits auch für Frieden zu mahnen und für Versöhnung einzutreten, das ist die Botschaft an diesem Tag", sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke).

Voriges Jahr kamen etwa 10.000 Menschen, diesmal werden es wahrscheinlich weniger sein. Seit Wegfall der Carolabrücke erstreckt sich die Menschenkette nur auf Altstädter Seite. 80 Ordner sollen die Veranstaltung absichern.

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Auftakt ist um 17 Uhr vor dem Kulturpalast: Hier werden neben der Rektorin auch OB Dirk Hilbert (54, FDP) und die Bürgermeisterin von Coventry reden. Dazu gibt es das traditionelle Bürgersingen. Beim Singen verbreite sich ein "Gefühl, was diesem Wunsch nach Hoffnung und nach Versöhnung Ausdruck verleiht", erklärt Philharmonie-Intendantin Frauke Roth (58).

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Das ist die geplante Strecke für die Menschenkette am Freitag.  © Stadt Dresden

Menschenkette formt sich 18 Uhr

Das Gedenken an den 13. Februar ist eine feste Tradition in Dresden geworden.  © Robert Michael/dpa

Die Menschenkette formt sich anschließend um 18 Uhr - möglichst lückenlos vom Kulturpalast über Postplatz, Theaterplatz, Brühlsche Terrasse, Synagoge, Neumarkt bis zum Altmarkt.

"Wir bitten darum, sich möglichst gleichmäßig zu verteilen, damit wir die Kette tatsächlich an allen Punkten schließen können", so Klepsch.

Werben für die Menschenkette: TU-Rektorin Ursula Staudinger (56), Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke) und Intendantin Frauke Roth (58, v.l.).  © Stefan Häßler
Bei den Bombenangriffen am 13. und 14. Februar wurden weite Teile Dresdens zerstört. Rund 25.000 Menschen kamen ums Leben.  © AP

Übrigens: Am 13. Februar gibt es etwa auf dem Nordfriedhof und dem Heidefriedhof weitere Veranstaltungen. Vor der Frauenkirche ist ab 16 Uhr ein Stilles Gedenken geplant, die Kreuzkirche lädt ab 20.30 Uhr zum Friedensgottesdienst.

Infos: dresden.de/1945.

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