Dresden - Was im Sommer 2025 mit einem illegal aufgemalten Zebrastreifen begann, ist nun abgeschlossen: Auf der Glacisstraße in der Dresdner Neustadt wurde ein offizieller Fußgängerüberweg eingerichtet.
Bei einem Pressetermin am Freitagmittag betonte Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne) die verbesserte Verkehrssicherheit, die insbesondere Schülern zugutekomme.
"Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, gerade auch hier für die Kinder der Musikschule", so Kühn. "Bis Ende November werden wir durchgängig Tempo 30 auf der Glacisstraße haben. Das wird die Sicherheit deutlich erhöhen."
Auf den falschen Übergang vom vergangenen Jahr angesprochen, sagte Kühn: "Wir sehen das natürlich kritisch, denn Kinder und Jugendliche können das so interpretieren, als wäre es ein richtiger Zebrastreifen."
Zwar verstehe er das Anliegen der Aktivisten und dass damit Druck ausgeübt werden sollte, jedoch sei das Instrument nicht das richtige gewesen, da es Kinder und Jugendliche gefährden könne.
Ralf Langer, Sachgebietsleiter Nahmobilität im Straßen- und Tiefbauamt, gab einen Überblick über die geleisteten Bauarbeiten: "Wir mussten die Mittelinsel ausweiten, Leuchten aufstellen und tief in die Grünflächen hineingehen."
Neben der Installation zusätzlicher Beleuchtung sei das Blindenleitsystem angepasst worden, so Langer. Auch an den Gehwegen und der Fahrbahn seien bauliche Anpassungen notwendig gewesen. Zudem wurden angrenzende Autoparkplätze in Fahrradstellplätze umgewandelt, um die erforderlichen Sichtverhältnisse für den Fußgängerüberweg sicherzustellen.
Weitere Zebrastreifen für Dresden in der Planung
"Wir haben seit dem Einsturz der Carolabrücke eine veränderte Verkehrssituation", betonte Kühn. Man werde in der Neustadt daher weitere Überwege errichten, etwa am Alaunplatz bzw. Bischofsweg sowie auf der Charlottenstraße am Jägerpark.
Dass das teilweise so lange dauere, liege nicht nur am Haushalt, sondern auch daran, dass "alles ziemlich klar reguliert" sei, so Kühn. Zudem müsse immer im Einzelfall genau geprüft werden.
Für die Zukunft zeigte sich Kühn dennoch optimistisch: "Wir haben mehr geschafft als in den letzten Jahren und wollen das auch so beibehalten."
Stefan Kraft, der Vorsitzende des Kreiselternrates Dresden, bedankte sich beim Straßen- und Tiefbauamt und sagte anlässlich des neuen Zebrastreifens: "Das freut uns sehr, gerade weil wir wissen, dass immer wenig im Geldtopf drinnen ist."
"Wir haben hier eine hochfrequentierte Lerngruppe, die jetzt auch sicher ist. Junge Menschen können Entfernungen oft noch nicht richtig einschätzen und gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass die Kinder die Straße sicher queren können", so Kraft.