Neuer Gast in der Auffangstation: Was bist Du denn für ein seltener Vogel?

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Dresden - Seltener Gast in der Wildvogelauffangstation: Die Mitarbeiter ziehen einen Wespenbussard auf! Der Zugvogel kommt nur im Sommer nach Europa, überwintert in Afrika.

Stationsleiterin Ronja Fulsche (25) kümmert sich liebevoll um Wespenbussard Rufus.
Stationsleiterin Ronja Fulsche (25) kümmert sich liebevoll um Wespenbussard Rufus.  © Norbert Neumann

In einem Waldstück war der kleine Wespenbussard (drei bis vier Wochen jung) aus dem Nest gefallen, kauerte hilflos am Boden. Nun kümmert sich Stationsleiterin Ronja Fulsche (25) mit ihrem Team um den jungen Greifvogel, füttert ihn mit männlichen Bienen-Larven.

Schon jetzt ist seine besondere Anatomie sichtbar! Die Nasenlöcher sind schlitzartig, damit keine Wespen hineinfliegen können. Das Gefieder am Kopf ist schuppenartig, so gegen Stiche gefeit.

Die Krallen sind kaum gebogen, gut fürs Graben geeignet. Denn so kommen sie an Wespenlarven heran - ihre Lieblingsnahrung. Aber auch Frösche, kleinere Vögel und Fallobst stehen auf der Speisekarte.

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Nach Dresden kommt der Wespenbussard nur im Sommer (April bis September) zum Brüten. Zum Überwintern zieht er bis in die tropischen Regionen Afrikas.

"Wir haben ihn 'Rufus' genannt, nach dem wissenschaftlichen Namen der Roten Wespe", sagt Fulsche. In den nächsten Wochen darf sich "Rufus" noch verwöhnen lassen, bevor er ausgewildert werden soll.

Die Auffangstation in der Scharfenberger Straße 152.
Die Auffangstation in der Scharfenberger Straße 152.  © Norbert Neumann
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Bevor er in einigen Wochen ausgewildert wird, darf sich der Bussard in der Auffangstation verwöhnen lassen.
Bevor er in einigen Wochen ausgewildert wird, darf sich der Bussard in der Auffangstation verwöhnen lassen.  © Norbert Neumann

Aufgenommen wurden auch fünf Jungschwäne auf einen Streich. Ihre Eltern hatten das Nest bei Rammenau vorzeitig aufgegeben, vermutlich waren sie überfordert oder wurden attackiert. Auch die Schwäne bleiben nun auf der Station, bis sie alleine klarkommen und zurück in die Natur entlassen werden können.

Titelfoto: Fotomontage: Norbert Neumann//Norbert Neumann

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