Notstützen für Brücke Budapester Straße: Wird dort wirklich "unter Hochdruck" gearbeitet?
Dresden - Die Zeit rennt: An der Brücke Budapester Straße in Dresden hatte sich die Lage deutlich verschärft, nachdem weitere Spanndrähte gerissen waren. Die Verwaltung erklärte daraufhin, dass sie die Sicherungsmaßnahmen "unter Hochdruck" vorantreibe. Ein TAG24-Leser merkte davon auf der Baustelle jedoch nichts.
"Durch meinen Beruf fahre ich mehrmals täglich dort vorbei und konnte maximal drei Arbeiter beobachten. Vor 7 Uhr und nach 16 Uhr war keiner mehr zu sehen", lautete seine Schilderung aus der zweiten Juni-Woche.
Natürlich könne er verstehen, dass aufgrund der Kurzfristigkeit nicht 20 Leute auf die Baustelle geschickt werden könnten, aber wenn dies in einer solchen Geschwindigkeit weitergehe, "wachsen auf der Brücke schon die ersten Bäume bevor die Stützen stehen", schrieb er überspitzt.
Konfrontiert mit der Beobachtung erklärte eine Stadtsprecherin auf TAG24-Anfrage: "Der Baubetrieb tut alles, was nach aktuellem Stand der Planung bereits möglich ist." Der Umsetzung würden "umfangreiche und sehr komplexe
statische Berechnungen" vorausgehen.
"Es werden immer so viele Arbeiter auf der Baustelle sein, wie benötigt werden, um die Arbeiten schnellstmöglich zu erledigen", so die Sprecherin weiter. Am Montagvormittag waren jedenfalls mehr als drei Personen unter der Brücke tätig, wie TAG24 selbst beobachten konnte.
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Mittlerweile steht auch die erste von vier Notstützen. Sie sollen bis Ende Juli fertigstellt sein und wieder uneingeschränkten Verkehr auf der Ammonstraße ermöglichen. Die Vollsperrung auf dem Bauwerk kann hingegen erst wegfallen, wenn acht weitere Unterstützungen (voraussichtlich bis Mitte/Ende September) gebaut sind.
Titelfoto: Holm Helis
