Dresden - Herumfliegender Müll und frustrierte Anwohner: In Dresden häufen sich Beschwerden über überfüllte Altpapiercontainer. Besonders betroffen ist der Stadtbezirk Cotta, vor allem der Stadtteil Gorbitz.
"Die Situation vor Ort ist mittlerweile untragbar", so Anwohner Marcel Lehmann gegenüber TAG24. Seit über drei Wochen seien die Container nicht mehr geleert worden. Inzwischen quellen sie über, Papier und Abfälle werden durch den Wind in umliegende Grünanlagen und auf Gehwege verteilt.
Auch Beschwerden über offizielle Kanäle hätten bislang kaum etwas gebracht. Die Rückmeldung der Stadt im Meldeportal: Man sei sich des Problems bewusst und arbeite an einer Lösung.
Auf Anfrage von TAG24 bestätigt die Stadt Dresden die Schwierigkeiten. "Dass es derzeit bei der Leerung der Altpapiercontainer Probleme gibt, ist bekannt. Teilweise ist auch die Leerung der Glascontainer betroffen", teilte das zuständige Fachamt mit.
Die Probleme bestehen demnach seit Mitte März und betreffen nicht nur einzelne Standorte. Neben Gorbitz treten sie unter anderem auch in Johannstadt, Räcknitz/Zschertnitz und der Südvorstadt auf.
Das Entsorgungsunternehmen kämpft mit Fahrzeugausfällen
Als Ursache nennt die Stadt wiederholte Fahrzeugausfälle beim beauftragten Entsorgungsunternehmen.
Teilweise seien mehrere Fahrzeuge gleichzeitig betroffen, zudem sei der Reparaturaufwand derzeit erhöht.
Um die Lage in den Griff zu bekommen, wurden bereits Maßnahmen eingeleitet. Das Unternehmen arbeitet mit einer zweiten Schicht und hat Leerungen auch an Sonntagen nachgeholt. Zusätzlich wurden Ersatzfahrzeuge aus anderen Betriebsteilen angefordert.
Parallel dazu würden Müllablagerungen neben den Containern gesondert mit Pressmüllfahrzeugen beseitigt.
Die Entlastung lässt noch etwas auf sich warten: Erst in der Woche vor Ostern sowie der Woche danach soll sich die Lage durch die zusätzlichen Fahrzeuge spürbar verbessern.