Schwanendrama an Kiesgrube: Vögel jetzt im Hochsicherheitstrakt

Dresden - Tierquäler stören seit Jahren Schwäne an den Kiesseen in Leuben beim Brüten. Eine Absperrung zum Schutz der Tiere - wie etwa in Bischofswerda am Horkaer Teich geschehen - will die Stadtverwaltung nicht aufstellen. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung: Die Schwäne haben ihr neues Nest nahe der Wasserskianlage aufgebaut und der Betreiber einen Zaun aufgestellt. Gibt es doch noch Nachwuchs und ein Happy End für das Schwanen-Paar am südlichen Kiessee?

Nach jahrelanger Störung können die Schwäne jetzt in Ruhe brüten.  © Norbert Neumann

Nachdem das Nest des brütenden Paares in den vergangenen Wochen bereits zweimal von Unbekannten zerstört worden war, haben die Vögel jetzt ihr neues Quartier nahe der Wasserskianlage bezogen.

Betreiber Martin Riedel (53) reagierte schnell, ließ zum Schutz der neuen Gäste am Wochenende einen provisorischen Bauzaun aufstellen.

"Wir bitten auch Angler, den Nistplatz zu respektieren und die Schwäne ungestört zu lassen", sagt Riedel. Der Dresdner Tierschutzverein will den Zaun-Schutz zudem noch verstärken.

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Und noch einen Vorteil hat der neue Standort: Er liegt im Bereich der Überwachungskameras der Anlage. Sollten die Schwäne jetzt erneut gestört werden, wären die Übeltäter zu sehen.

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Wasserskianlagen-Betreiber Martin Riedel (53) hat einen provisorischen Bauzaun auf dem ohnehin schwer zugänglichen Grün-Areal aufgestellt.  © Norbert Neumann

Nur vor Raben und Co. bietet das neue "Hochsicherheitsareal" keinen Schutz. Da sind Mama und Papa Schwan selbst gefragt - tatsächlich wurden bereits Eier im Nest gesichtet ...

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