709 Kinder in Dresden dürfen nicht in ihre Wunsch-Schule

Dresden - Anfang August beginnt das neue Schuljahr. 10.722 Schüler werden eingeschult oder wechseln von der Grundschule in die Oberschule oder das Gymnasium. Doch nicht jeder bekommt den Platz zugewiesen, den er sich wünscht.

Die 116. Oberschule (Leubnitz-Neuostra) muss vorerst 78 Wünsche "umlenken".
Die 116. Oberschule (Leubnitz-Neuostra) muss vorerst 78 Wünsche "umlenken".  © Petra Hornig

Eine sogenannte "Umlenkung" bedeutet, dass der jeweilige Schüler einer anderen Einrichtung zugewiesen wird. Insgesamt 709 gibt es davon voraussichtlich im kommenden Schuljahr. Absolute Gewissheit ist allerdings jedoch frühestens im August zu erwarten.

2023 lag die Zahl der Kinder, die von einer Umlenkung betroffen waren, noch bei 574 (bei 10.230 Schulwechslern).

"Umlenkungen erfolgen dann, wenn nicht ausreichend Kapazitäten an den Schulen vorhanden sind", erklärte Clemens Arndt (46), Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung.

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Eine Rolle spielen kann auch, wie weit der Schulweg ist und ob bereits ein Geschwisterchen an der Wunschschule unterrichtet wird.

Deutlich mehr Nachfrage als Angebot hatten etwa das Gymnasium in Pieschen mit 80 Umlenkungen, danach folgte das Marie-Curie-Gymnasium (Altstadt, 29). Bei den Oberschulen stach besonders die 116. Oberschule (Leubnitz-Neuostra) mit 78 unerfüllbaren Wünschen hervor.

Bereits Anfang Mai erhielten die Eltern für ihre Kinder die Aufnahme- oder Ablehnungsbescheide. Sie haben nun die Möglichkeit, bei Nichtgefallen gegen den Schulaufnahmebescheid Widerspruch einzulegen.

Titelfoto: Petra Hornig

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