Autos verboten! Neustadt-Kreuzung wird zum Freiluftwohnzimmer

Dresden - Rund 3200 Autos fahren pro Tag auf dem Bischofsweg durch die Neustadt. Am Sonntag war es dort ruhig. Denn Verkehrsaktivisten verwandelten die Kreuzung zur Kamenzer Straße in ein Freiluftwohnzimmer - Autos mussten draußen bleiben!

Drehten eine Runde mit dem Autoscooter (v.l.): Pepe (29) und Thomas (39) sowie hinten Daniel (36) und Clemens (40).
Drehten eine Runde mit dem Autoscooter (v.l.): Pepe (29) und Thomas (39) sowie hinten Daniel (36) und Clemens (40).  © Ove Landgraf

An Liegestühle, Kaffeekannen, Musikinstrumente und sogar an eine Tischtennis-Platte hatten die knapp 200 Teilnehmer gedacht.

Familien brachten ihre Kinder mit, eine Atmosphäre wie auf dem Flohmarkt. Und überall Transparente: Slogans wie "Leben statt Parken" oder "Du stehst nicht im Stau, du bist der Stau" waren zu lesen.

Versammlungsleiter Kai Witza (26) vom Verein Verkehrswende Dresden hatte die Demo angemeldet.

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"Autos fahren hier durch einen Lebensraum", schilderte er TAG24 den Zustand auf dem Bischofsweg.

Eine Runde Carrom (Fingerbillard) mitten auf der Kreuzung? Diese vier Neustädter ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen ...
Eine Runde Carrom (Fingerbillard) mitten auf der Kreuzung? Diese vier Neustädter ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen ...  © Ove Landgraf
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Kai Witza will die Neustadt autofrei bekommen

Der Versammlungsleiter Verkehrswende Kai Witza (26).
Der Versammlungsleiter Verkehrswende Kai Witza (26).  © Ove Landgraf

"Mit der Aktion wollen wir eine Verbindung schaffen zwischen den Wohnhäusern und dem Alaunpark als Naherholungsgebiet."

Sein großes Ziel: die Neustadt komplett autofrei bekommen. Wie das gehen soll? "Kurzfristig die Möglichkeit von Parkhäusern ausreizen, langfristig den ÖPNV ausbauen."

Ob er und seine Mitstreiter sich mit solchen Blockaden nicht den geballten Frust der Autofahrer abholen?

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Der Maschinenbau-Student bleibt gelassen: "Die Rückmeldungen sind überraschend positiv."

Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf

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