Verseuchtes Trinkwasser: Was machen die Ziegeleiteich-Anwohner jetzt?

Dresden - Etwa ein Dutzend Häuser und Schreberhütten stehen in der Dresdner Siedlung um den mit PFAS-Chemikalien belasteten Ziegeleiteich. Wie versorgen sich deren Anwohner nun mit unbelastetem Trinkwasser?

Der Ziegeleiteich im Dresdner Norden weist eine besonders hohe Konzentration von PFAS auf.
Der Ziegeleiteich im Dresdner Norden weist eine besonders hohe Konzentration von PFAS auf.  © Stefan Häßler

Die Stadtverwaltung erklärte auf einer Pressekonferenz am Dienstag, sie sehe für die Versorgung die DREWAG (gehört zur SachsenEnergie) in der Zuständigkeit.

Von dort hieß es am Mittwoch, dass "aktuell keine Anfrage für einen Leitungsanschluss oder mobile Tankwagen" vorliege.

Das bedeutet: Die von der Hiobsbotschaft betroffenen Bewohner rund um den Volkersdorfer Weg versorgen sich offenbar selbst mit Trinkwasser, etwa durch Einkäufe im Supermarkt.

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Das Gebiet ist nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen. Eine Erschließung sei zu einem früheren Zeitpunkt bereits geprüft worden, teilte eine Sprecherin von SachsenEnergie mit.

Die Bewohner der Siedlung versorgen sich offenbar mit Flaschenwasser aus dem Supermarkt. (Symbolbild)
Die Bewohner der Siedlung versorgen sich offenbar mit Flaschenwasser aus dem Supermarkt. (Symbolbild)  © imago/Manfred Segerer
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Aufgrund der Entfernung zum Netz von gut 1,5 Kilometern würde die Baumaßnahme ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Voraussetzung wären Erschließungsverträge mit den Anwohnern. Die Kosten dafür würden bei einer erneuten Prüfung neu berechnet.

Titelfoto: Stefan Häßler

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