Von Schließung bedrohte Kitas: Rathaus verteidigt deren Aus
Dresden - Wegen sinkender Geburtenzahlen droht sechs Dresdner Container-Kitas bis zum Schuljahr 2026/27 das Aus. Nun äußerte sich auch Bildungsbürgermeister Jan Donhauser zu den Plänen.
In einer schriftlichen Erklärung teilte die Stadt mit, dass einige der Bauten bereits im Vorhinein mit einer begrenzten Nutzungszeit geplant und errichtet wurden.
Dazu gehöre auch die Kita an der Jessener Straße 40 (Leuben), die eine Genehmigung bis Ende 2027 habe.
Doch warum nicht die Container durch einen festen Neubau ersetzen? Hierzu hieß es: "Inwieweit ein Ersatzneubau am Standort erforderlich wird, hängt von der mittelfristigen Entwicklung im konkreten Stadtraum ab." Gemeint ist damit wohl auch die Entwicklung der örtlichen Kinderzahlen.
Donhausers Geschäftsbereich erwartet, dass allein in der Altersgruppe der Drei- bis unter Siebenjährigen der Platzbedarf mittelfristig um 4000 Plätze sinken werde.
Eltern von Kindern aus den betroffenen Container-Kitas müssten ihre Kinder dann woanders unterbringen.
Für die Kita in Leuben sind das schlechte Nachrichten. "Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen sieht unter den gegebenen Umständen keine realistische Alternative zur geplanten Schließung", erklärte Donhauser.
Titelfoto: Petra Hornig
