Dresden - Respekt, Gerechtigkeit, Toleranz: Ohne diese Werte würde unsere Gesellschaft zerbrechen. Schüler der siebten Klassen an der Oberschule Laubegast erlebten nun Schulunterricht der ganz anderen Art.
Denn unter der Leitung der "Werte-Stiftung" und mit Unterstützung von zwei Profi-Sportlerinnen gingen die Schüler drei Tage lang auf die Suche nach den Werten, die ihnen selbst in der Schule wichtig sind.
Gespannt lauschten die Schüler in ihrer Turnhalle der ehemaligen deutschen Kanutin Steffi Kriegerstein (31).
Ein absolutes Vorbild für die Kinder, holte die gebürtige Dresdnerin doch 2016 Silber im Vierer-Kajak bei den Olympischen Spielen in Rio: "Wertschätzung und Respekt füreinander sind zwei Werte, die ich aus dem Leistungssport mitgenommen habe. Nie im Leben hätte ich ohne mein Team Erfolge erzielt, dafür bleibe ich dankbar."
Ein weiteres Vorbild für die Kinder war Helene Schäfer-Betz (24). Die ehemalige Weltklasse-Athletin erzählte offen über die schweren Zeiten als Sportlerin am Stützpunkt für Leistungsturnen in Chemnitz: "Jeder Sport ist Teamsport. Bei Verletzungen oder Niederlagen, da ist Zusammenhalt einer der wichtigsten Werte, im Sport wie im Leben."
Jugendliche legen Wert auf Teamgeist
Für Pia Stülpner (13) war der dreitägige Workshop ein echter Zugewinn: "Ich habe diese Werte vorher schon gekannt, aber sie zu benennen, aufzuschreiben und in der Klasse zu besprechen, war sehr wichtig für uns alle."
Der ebenfalls 13-jährige Oscar Bnony kennt das Gefühl überfordert zu sein, sich selbst zu viel Druck zu machen: "Deshalb ist einer der wichtigsten Werte in der Schule für mich der gemeinsame Teamgeist."
Leiter Florian Huber (29) erläutert den Bildungsauftrag der in Frankfurt am Main gegründeten "Werte-Stiftung": "Junge Menschen verstehen ihre Rolle in unserer Gesellschaft besser, wenn sie sich ihre eigenen Werte und die Werte unserer freiheitlichdemokratischen Gesellschaft bewusst machen."