Dresden - "Wenn Roboter riechen könnten" – genau das wird jetzt in Dresden ausprobiert. Eine neue Ausstellung zeigt, wie Maschinen eines Tages Gerüche erkennen sollen. Klingt verrückt, ist aber echte Forschung.
In den Technischen Sammlungen Dresden läuft bis zum 1. November 2026 die Schau "Die Zukunft des Riechens – Von der Nase zu riechenden Maschinen". Die Grundidee ist einfach erklärt: Menschen und Tiere können riechen, aber Maschinen bisher nicht wirklich, und genau das soll sich ändern.
Der Geruchssinn wird dort als eine Art "Superkraft" beschrieben, die wir oft unterschätzen. Tiere können damit zum Beispiel Nahrung finden oder sogar Krankheiten erschnüffeln, bevor sie sichtbar werden. Die Forschung will diese Fähigkeiten mithilfe von Technik nachbauen.
Dafür arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden, des Universitätsklinikums Dresden und der Universität Jena zusammen. Ihr
Ziel ist eine "elektronische Nase", also ein Gerät, das Gerüche erkennen kann wie ein Mensch oder vielleicht sogar noch besser.
Besucher dürfen sogar selbst experimentieren
Zu sehen sind unter anderem Schnüffel-Roboterhunde, historische Duftanalysegeräte, Geruchsproben zum Mitmachen und sogar eine riesige Nase, die Besucher von innen erkunden können. Außerdem gibt es eine Videostation mit Duftgeneratoren, die Filmszenen buchstäblich "riechbar" macht.
"Doch wie übersetzt man ein hochkomplexes Naturphänomen wie den Geruchssinn in Hard- und Software?" Diese Frage steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Antwort gibt es dort zum Anfassen: mit Experimenten, Modellen und Mitmach-Stationen.
Am Ende soll es um eine große Idee gehen: Maschinen sollen nicht nur sehen und hören können, sondern vielleicht irgendwann auch riechen. Der Eintritt in die Ausstellung kostet 8 Euro für Erwachsene, 6 Euro ermäßigt.