Neuer Ärger mit der Justiz: Hausdurchsuchung bei Pegida-Anwalt Hannig

Dresden - Schon wieder Ärger mit der Justiz für Frank Hannig (51): Eigentlich sollte der als Pegida-Anwalt bekannte Verteidiger und "Freie Wähler"-Stadtrat am Montag bei der "Querdenken"-Kundgebung sprechen.

Bei Anwalt Frank Hannig (51) gab es eine Hausdurchsuchung.
Bei Anwalt Frank Hannig (51) gab es eine Hausdurchsuchung.  © Eric Münch

Stattdessen verkündete "Oberquerdenker" Marcus Fuchs (36), dass Hannig nun doch zu viel um die Ohren hätte, weil es bei ihm eine Hausdurchsuchung gab.

"Nur weil er die Wahrheit gesagt, den Mund aufgemacht hat", behauptete Fuchs auf dem Dresdner Altmarkt über die Durchsuchung.

Schon bei Telegram wurde sein Auftritt damit angekündigt, dass es die Durchsuchung bei ihm unter einem Vorwand gegeben habe. Auch hier beziehen sich die "Querdenker" auf eine Rede Hannigs bei einer Kundgebung in Schmalkalden.

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Der Anwalt selbst gibt sich schmallippig, verweist auf TAG24-Nachfrage zu einem Statement auf seiner Homepage. Dort bestätigt er die Durchsuchung, verweist aber darauf, dass er ohne die Erlaubnis eines Mandanten nichts sagen dürfe.

Auch die Staatsanwaltschaft gibt sich bedeckt: "Es kann bestätigt werden, dass es am 27. Mai 2021 zum Vollzug von richterlich angeordneten Durchsuchungsbeschlüssen in den Wohn- und Kanzleiräumen des Herrn Rechtsanwalts Hannig kam", so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (46).

"Querdenken 351"-Kopf Marcus Fuchs (36) deutete einen Zusammenhang zwischen Hannigs Rede und der Durchsuchung an.
"Querdenken 351"-Kopf Marcus Fuchs (36) deutete einen Zusammenhang zwischen Hannigs Rede und der Durchsuchung an.  © Tino Plunert

Weitere Angaben will die Dresdner Staatsanwaltschaft nicht machen. Nach TAG24-Informationen war aber nicht Hannigs Rede in Schmalkalden Auslöser der Durchsuchung.

Vielmehr bestehe der Verdacht der Geldwäsche in seiner Funktion als eine Art Treuhänder. Die Vorwürfe betreffen unter anderem das Jahr 2018.

Titelfoto: Eric Münch

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