6000 Objekte zur Auswahl: Dresden will Vonovia 3000 Wohnungen abkaufen

Dresden - Um den Wohnungsbestand der stadteigenen Wohnungsgesellschaft WiD aufzustocken und für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, will Dresden der Vonovia bis zu 3000 Wohnungen abkaufen. Dabei wurde am Donnerstag der nächste Schritt gemacht.

Vonovia-Regionalbereichsleiter Sebastian Krüger (44, r.) übergibt das Portfolio für einen möglichen Ankauf an WiD-Geschäftsführer Steffen Jäckel (52).
Vonovia-Regionalbereichsleiter Sebastian Krüger (44, r.) übergibt das Portfolio für einen möglichen Ankauf an WiD-Geschäftsführer Steffen Jäckel (52).  © Vonovia SE/André Wirsig

Die Vonovia hat der WiD eine Auswahl von etwa 6000 Wohnungen übergeben. "Nun können Stadt und WiD für sich entscheiden, bei welchen Wohnungen sie sich einen Ankauf vorstellen können. Dann gehen wir partnerschaftlich in die weiteren Gespräche", sagt Vonovia-Regionalbereichsleiter Sebastian Krüger (44).

Bei der Auswahl geeigneter Wohnungen werde man laut OB Dirk Hilbert (50, FDP) "finanzielle Aspekte genauso berücksichtigen wie soziale und städtebauliche Faktoren".

Für die WiD, die ihre Neubau-Vorhaben aufgrund der Baupreis- und Zinsentwicklung stoppen musste, bietet der Ankauf der Vonovia-Wohnungen die Möglichkeit, weiter bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache Haushalte in Dresden dauerhaft anzubieten.

Wieder kein Bürgermeister gewählt: Dresdner Stadtrat sucht jetzt Vermittler
Dresden Politik Wieder kein Bürgermeister gewählt: Dresdner Stadtrat sucht jetzt Vermittler

Um welche Wohnungen es sich handelt, wurde noch nicht gesagt. Krüger betont jedoch, dass sich die angebotenen Wohnungen über das ganze Stadtgebiet verteilen. "Es handelt sich verschiedenste Haus- und Wohnungstypen", sagt er.

Der Vonovia gehören in Dresden aktuell 38.000 Wohnungen.
Der Vonovia gehören in Dresden aktuell 38.000 Wohnungen.  © Norbert Neumann

Wohnungen, an denen die Stadt kein Interesse hat, sollen auf dem freien Markt verkauft werden.

Titelfoto: Norbert Neumann, Vonovia SE/André Wirsig

Mehr zum Thema Dresden Politik: