Verkehrsberuhigte Louisenstraße: Grüne Aktivisten meckern über Kühns Pflanzentöpfe

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Dresden - Pflanztöpfe statt Parkplätze! Mit Sträuchern und Holzbänken hat Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) die Testphase für eine begrünte und verkehrsberuhigte Louisenstraße (Kosten: 50.000 Euro) eingeläutet. Ausgerechnet grüne Aktivisten bemängeln die Umsetzung, fordern weitere Einschränkungen für Autofahrer.

Stadtbezirksamtsleiter André Barth (59, l.) und Baubürgermeister Stephan Kühn (46) vor einem der neuen Pflanzkübel.
Stadtbezirksamtsleiter André Barth (59, l.) und Baubürgermeister Stephan Kühn (46) vor einem der neuen Pflanzkübel.  © Steffen Füssel

Zwischen Alaunstraße und Rothenburger Straße sind in den letzten Tagen rund 20 Parkplätze weggefallen - zugunsten von Holzbänken, Spielflächen und Pflanzkübeln, in denen Wolfsmilch, Purpurglöckchen oder Christrosen sprießen.

"Ausgangspunkt ist ein Stadtratsbeschluss, der mehr Aufenthaltsqualität auf der Louisenstraße zum Ziel hat", erklärte Baubürgermeister Kühn am Freitag. Bis Ende Oktober soll jetzt getestet werden, wie Möbel und Stadtgrün bei den Bürgern ankommen. Die meisten Elemente wurden schon mit Graffiti beschmiert.

Aktivist Tim Rosebrock (22) von der "Verkehrswende Dresden" geht die Testphase nicht weit genug.

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"Das kann nur ein Anfang sein, die Louisenstraße ist fast ein Kilometer lang. Es gibt auch noch zu viel Durchgangsverkehr", moniert er. Die Stadt müsse bloß die Beschilderung ändern.

Baubürgermeister Kühn winkt ab

Für Aktivist Tim Rosebrock (22) gibt es auf der Louisenstraße immer noch zu viele Autos. Seine Mitstreiter sammeln sogar Spenden, damit weitere Parkplätze wegfallen können.
Für Aktivist Tim Rosebrock (22) gibt es auf der Louisenstraße immer noch zu viele Autos. Seine Mitstreiter sammeln sogar Spenden, damit weitere Parkplätze wegfallen können.  © Steffen Füssel

Doch für eine dauerhafte Umgestaltung des gesamten Straßenzugs braucht es einen weiteren Stadtratsbeschluss.

"Die Straße würde grundhaft ausgebaut werden, mit breiteren Fußwegen und richtigen Baumpflanzungen. Das kostet Millionen", erklärt Stadtplaner André Zschoge (44). Über eine entsprechende Vorlage solle der Rat 2027 entscheiden.

Dabei waren schon die 50.000 Euro für die fünfmonatige Testphase (bezahlt vom Stadtbezirk) etwa CDU und Team Zastrow sauer aufgestoßen.

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Baubürgermeister Kühn: "Das sind dieselben wie die, die meinen, wir müssen die Carolabrücke vierspurig bauen. Letzteres kostet 30 Millionen Euro mehr." Die Möbel seien wiederverwendbar, in der Neustadt gebe es Rückhalt für das Projekt.

Titelfoto: Steffen Füssel

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