Sachsen gehen Kühe und Schweine aus - Was wird jetzt aus den Schlachthof-Plänen?

Dresden/Kamenz - So wenig Schweine und Rinder gab es im Freistaat seit 30 Jahren nicht! War's das mit dem Sachsen-Schlachthof?

In Sachsens Ställen stehen immer weniger Schweine. Die Bestände sind im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen.
In Sachsens Ställen stehen immer weniger Schweine. Die Bestände sind im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen.  © dpa/Lars Penning

Gerade einmal 457.200 Schweine wurden Ende 2023 in 120 sächsischen Betrieben gehalten, bilanziert das Statistische Landesamt Kamenz. Das sind 41.500 Tiere oder 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei Rindern sieht's nicht besser aus. Unterm Strich stehen 432.100 Tiere in insgesamt 6400 Betrieben. Das ist der niedrigste Rinderbestand seit Beginn der Zählung 1992.

"Wir müssen überlegen, ob in dieser Situation ein neuer Schlachthof sinnvoll ist", sagte Landesinnungsmeisterin Nora Seitz (39) bereits im Februar gegenüber TAG24. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

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Lediglich bei Schafen war ein leichter Zuwachs zu verzeichnen (66.300 Tiere, plus sechs Prozent). Das entspricht dem Bestand von vor fünf Jahren.

Allerdings wurden vor zehn Jahren in Sachsen noch rund zwölf Prozent mehr Schafe gehalten.

Auch in den Rinder-Ställen ist mehr Platz als früher.
Auch in den Rinder-Ställen ist mehr Platz als früher.  © IMAGO/Wolfram Weber

Die Mehrzahl der Schafe (47.800) waren weibliche Tiere für die Zucht, darunter circa 500 Milchschafe.

Titelfoto: IMAGO/Wolfram Weber, dpa/Lars Penning

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