Schon 120 Grillsünder in Dresden erwischt: Wo Brutzeln jetzt richtig teuer wird

Dresden - Wochenende, Sonne satt! Dresden genießt das Sommerwetter an der Elbe, im Großen Garten und im Alaunpark. Doch wer jetzt leichtfertig seinen Einweggrill auspackt, riskiert saftige Bußgelder. Allein in dieser Saison hat die Stadt schon 120 Grillsünder erwischt.

Wird durch illegales Grillen oder Lagerfeuer etwa die Wiese beschädigt, "erhöht sich die Geldbuße auf mindestens 75 Euro".  © imago/Sylvio Dittrich

Grillen an der Elbe ist nur an wenigen ausgewiesenen Stellen erlaubt. Mit Canaletto-Blick an der Augustusbrücke grillen? Verboten. Ein romantisches Feuer entfachen, wo die Carolabrücke stand? Ebenso tabu.

Stadtweit dürfen Dresdner nur an zwölf festgelegten Plätzen den Grill anwerfen, dazu kommen fünf Lagerfeuerstellen an der Elbe (kosten 10 Euro Gebühr). Bei ihren Kontrollgängen haben Mitarbeiter des Ordnungsamts ein Auge darauf, dass nirgendwo sonst Steak und Bratwürste brutzeln!

"Im Regelfall wird für einen entsprechenden Verstoß ein Verwarngeld in Höhe von 50 Euro erhoben", erklärt das Rathaus auf Anfrage von TAG24.

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Wird durch illegales Grillen oder Lagerfeuer etwa die Wiese beschädigt, "erhöht sich die Geldbuße auf mindestens 75 Euro".

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Häufig hinterlassen "Grillmeister" auch noch ihren Müll.  © Norbert Neumann
Allzu viele Dresdner riskieren wegen Grillfleisch im Freien ein Bußgeld.  © IMAGO/Funke Foto Services

Gegrillt werden soll im Garten oder auf öffentlichen Grillplätzen

Im Großen Garten gibt es laut Schlösserland-Sprecherin Anita Radicke (39) relativ wenige Verstöße. Sie appelliert dennoch, sich an die Grill-Regeln zu halten.  © Holm Helis

Wer sich einsichtig zeigt, kann mit einer mündlichen Verwarnung davonkommen: Bislang kommen dieses Jahr auf 120 registrierte Verstöße 81 Verwarn- oder Bußgelder.

Und die Saison ist noch lange nicht vorbei.

Im Großen Garten wurden bislang sechs Verstöße festgestellt, im gesamten letzten Jahr waren es 22 (auf städtischem Gebiet: 176 Verstöße). Schlösserland-Sprecherin Anita Radicke (39) warnt:

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"Bei langer Trockenheit stellt offenes Feuer eine große Gefahr dar. Bereits ein kleiner Funke kann Brände auslösen, die historische Parkanlagen, alte Bäume sowie wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen nachhaltig schädigen oder zerstören."

Wer grillen will, solle die öffentlichen Grillplätze nutzen - ansonsten den eigenen Garten oder Balkon. Dort patrouilliert auch sicher kein Ordnungswächter ...

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