Sind die Jobs wirklich verdächtig gut? Immer mehr Bewerber bei der Polizei
Dresden - Immer wieder belächelt, oft kopiert, selten erreicht: Die Werbekampagne "Verdächtig gute Jobs" der Polizei geht bereits in die elfte Runde. Und das mit Erfolg. In Sachsen steigen die Bewerberzahlen.
Bis Mitte September seien die Bewerbungen für die Ausbildung zum Polizeimeister um 11,83 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, teilte das Innenministerium mit. Auch für die Studienplätze zum Polizei- oder Kriminalkommissar gab es ein Plus von 7,47 Prozent.
Die elfte Runde der Werbekampagne setzt mit dem Titel "Choose your Character" auf eine Videospiel-Ästhetik, bei der jeder selbst bestimmen kann, welche Rolle er spielen will. Im Fokus stehen vier "Charaktere": Bereitschaftspolizist, Kriminalbeamter, Polizistin im Streifendienst und Verkehrspolizist. Zusammen stehen die vier Berufe für die Bandbreite der Möglichkeiten bei der Polizei.
Die Kampagne richte sich gezielt an 16- bis 34-Jährige, also die Altersgruppe, die für eine Einstellung infrage kommt, hieß es. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Oktober möglich.
Innenminister Armin Schuster (64, CDU): "Die laufende Kampagne greift einen pfiffigen Trend auf und spricht junge Leute ganz direkt und in deren Sprache an."
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Er hoffe auf einen Personalzuwachs. Der ist geplant. Der Einstellungskorridor bei der Polizei wurde mit dem beschlossenen Doppelhaushalt von 450 auf 475 erhöht.
Neben klassischen Werbemaßnahmen setzt die Polizei Sachsen auf individuelle Betreuung: frühzeitige Einstellungszusagen, eine Bewerber-App sowie persönliche Beratung per Video-Call, Telefon oder E-Mail.
Das alles lässt sich die Polizei etwas kosten. Allein die Werbemaßnahmen mit Plakaten, Anzeigen und Onlinewerbung belaufen sich insgesamt auf 142.569 Euro. Und 40 Cent - so viel Zeit muss sein. verdächtig-gute-jobs.de
Titelfoto: Fotomontage:Holm Helis,Philipp Thomas
