Spaß-Politiker machen Ernst: PARTEI-Geld für die Flüchtlingshilfe

Dresden - Seit 2017 rettet die Dresdner "Mission Lifeline" im Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken. Kurz vor Weihnachten startete Die PARTEI rund um Stadtrat Max Aschenbach (36) dafür eine Spendenaktion.

Stilecht im leeren Parkhaus inszenierte Die PARTEI die Spendenübergabe.
Stilecht im leeren Parkhaus inszenierte Die PARTEI die Spendenübergabe.  © Thomas Türpe

Durch die bundesweite Parteienfinanzierung konnte jeder gespendete Euro verdoppelt werden. Jetzt steht das Ergebnis fest.

Mehr als 72.000 Euro, verteilt auf eine Großspende in Höhe von 5000 Euro und etwa 800 kleine Spenden, konnten in den vergangenen Wochen gesammelt werden.

Die Parteienfinanzierung führt dazu, dass für jeden zusätzlichen Euro, den Die PARTEI im Rechenschaftsbericht 2021 an Spendeneinnahmen ausweisen kann, im Jahr 2023 eine Ausschüttung von 96 Cent folgt.

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Demnach spendet die Satire-Partei nun exakt 146.939,21 Euro an die Retter von "Mission Lifeline". Die können mit dem Geld auf drei weitere Missionen ausrücken und jedes Mal mit ihrem Schiff bis zu 100 Leben retten.

Nur Bares ist Wahres: Mission Lifeline Chef Axel Steier (46) und PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (36) bei der (fingierten) "Geldübergabe".
Nur Bares ist Wahres: Mission Lifeline Chef Axel Steier (46) und PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (36) bei der (fingierten) "Geldübergabe".  © Thomas Türpe

"Ich freue mich, dass die Menschheit doch noch zu Gefühlen fähig ist, und bin froh, dass Die PARTEI nun ihre eigenen Flüchtlinge importieren kann", so Aschenbach.

Titelfoto: Thomas Türpe

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