Läuferboom erfasst auch Oberelbe-Marathon: Fast alle Strecken ausgebucht
Dresden - Bambinilauf und Halbmarathon sind längst ausgebucht. Selbst wer sich am 26. April beim Oberelbe-Marathon über die 42,195 Kilometer von Königstein ins Dresdner Heinz-Steyer-Stadion quälen will, muss sich zumindest bei der Anmeldung sputen ...
Für 89 Euro gibt's noch einen der 251 freien Startplätze. Organisator Uwe Sonntag hatte insgesamt Platz für 1800 Marathonis. "Das ist schon grenzwertig", räumte er ein. "Wir wollen den Läufern ja einen guten Service liefern."
Durch den Laufboom platzt sein Frühjahrsklassiker aber aus allen Nähten. Bereits jetzt zählt Sonntag für den Sonntag auf allen Strecken über 8800 Teilnehmer: "Das sind schon 1000 mehr als 2025."
Und die müssen erst mal an die jeweiligen Startpunkte entlang der Elbe kommen. Seit Jahren haben die Läufer die Möglichkeit, mit den S-Bahnen nach Königstein oder Heidenau (Halbmarathon) zu fahren. Ihre Startnummer ist gleichzeitig der Fahrschein.
"Aber im vergangenen Jahr waren die Züge rappelvoll. Deshalb werden diesmal noch mehr eingesetzt", freut sich der Organisator und bittet die Läufer, auf "ihre richtigen Züge zu achten".
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Oberelbe-Marathon: Wohl kein Streckenrekord über 42,195 Kilometer
Die Massen zieht die Landschaft entlang des Radweges an. Top-Läufer sind selten und so dürfte auch in diesem Jahr der Streckenrekord im Marathon (Andrzej Rogiewicz (POL)/2:22:33 Stunden) nicht fallen. "Eigentlich wollte Yvonne van Vlerken ihren Vorjahressieg wiederholen", so Sonntag. "Aber sie ist verletzt und kann nicht starten. Der Berliner Lucas Herrmann hat sich angekündigt, er dürfte um den Sieg laufen."
In diesem Jahr lief er zumindest über die halbe Strecke (21,1 km) eine Zeit von 1:06:18 Stunden. Damit könnte er in die Nähe des Streckenrekords laufen.
Titelfoto: Lutz Hentschel
