Neuer Superblitzer soll Millionenbetrag in Dresdner Kassen spülen
Dresden - Die Verwaltung hatte die Anschaffung bereits angekündigt, nun ist es so weit: Der dritte Superblitzer wurde bereits scharf geschaltet und blitzt Autofahrer an der Grundstraße.
Getarnt im naturnahen grünen Gewand wird das moderne Gerät in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro ins Stadtsäckel spülen.
Dresdens erste beiden Superblitzer sind seit April 2025 im Einsatz, lösten bis Jahresende 47.000 Mal aus, spielten so 2,1 Millionen Euro ein.
Wie die beiden Geräte ist auch der dritte Blitzer-Anhänger ("Poliscan FM1" von der Firma Vetro) für vier Jahre gemietet, kostet monatlich knapp 8000 Euro (inklusive Akkus und Kosten für Datenanbindung).
Diesen Betrag sollte das akkubetriebene Gerät aber schon nach drei Tagen wieder "reingeblitzt" haben: Die Stadt geht in einem vertraulichen Papier (liegt TAG24 vor) von monatlichen Einnahmen in Höhe von mindestens 100.000 Euro aus – bei einer Laufzeit von 48 Monaten macht das insgesamt 4,8 Millionen Euro.
Kritik von der CDU
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"Geschwindigkeitskontrollen sollen nicht bestrafen, sondern verhindern, dass aus einer riskanten Situation eine gefährliche wird", teilt eine Stadtsprecherin mit.
Die CDU kritisiert, dass die Verwaltung im Geschäftsbereich der Ordnungsbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne) allein die Anschaffung entschieden hatte. "Künftig sollte der Rat miteinbezogen werden", fordert Stadtrat Steffen Kaden (56).
Titelfoto: Steffen Füssel
