TAG24-Reporterin testet "Line Dance": Tanzen in Reih und Glied - kein Problem, oder doch?
Dresden - Kurz vor meinem 30. Geburtstag habe ich, TAG24-Reporterin Jacqueline Grünberger (29), beschlossen, ein paar Dinge nicht weiter vor mir herzuschieben. Eines davon: ein Tanzkurs. Die Wahl fiel auf "Line Dance" an der Volkshochschule Dresden.
Dass dieser Tanz längst mehr ist als Cowboy-Klischee, bestätigt Tanzlehrerin Frida Kramper (47): "Es ist zu beobachten, dass es immer mehr wird. Wenn man mal privat tanzen geht, sieht man manchmal einige 'Electric Slide' anfangen zu tanzen. Andere steigen mit ein – fast flashmobartig."
Ursprünglich kommt Line Dance aus der US-Country- und Westernszene des 20. Jahrhunderts: feste Schrittfolgen, synchrone Bewegungen in Reihen und kein Partner.
Cowboy-Hut, Stiefel, Holztresen – für mich ist das Bild klar. Nur steht heute eben kein Saloon auf der Gasanstaltstraße, sondern ein Tanzstudio der Volkshochschule.
"Wir fangen mit was Einfachem an: 'Flobie Slide'", ruft Lehrerin Frida, während "Mamma Mia" läuft. Rechte Fußspitze weg von mir und wieder zurück, dann neben dem linken Fuß auftippen.
Eigentlich simpel, in der Praxis aber erstaunlich fehleranfällig. Cowboy-Hut hätte mir heute vermutlich auch nicht geholfen.
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Line Dance erfordert mehr Koordinationsarbeit als erwartet
Während ich also noch Arm und Bein sortiere, "sliden" und "vinen" meine Tanzkollegen geschmeidig über das Parkett.
Lehrerin Frida bleibt gelassen: "Ihr müsst es fühlen. Es sollen alle möglichst schnell in Bewegung kommen und nicht eins zu eins meine Bewegungen kopieren. Das 'Fine-Tuning' können wir immer noch machen."
Mein Fazit nach der ersten Stunde: überraschend viel Spaß, deutlich mehr Koordinationsarbeit als erwartet. Manche Dinge, sollte man einfach mal ausprobieren! Infos: vhs-dresden.de
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch
