Tierschützer entrüstet: Von wegen "Bruterfolg" bei den Kiesgruben-Schwänen

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Dresden - An den Kiesseen Leuben (Dresden) stören Unbekannte Schwäne beim Brüten. Laut Rathaus gebe es trotzdem Bruterfolge. Diese Behauptung sorgt bei Tierschützern für Kopfschütteln. Denn Nachwuchs wird dort seit Jahren nicht mehr gesichtet.

Seit Jahren werden die Schwäne an den Kiesseen gestört, haben keinen Nachwuchs mehr.
Seit Jahren werden die Schwäne an den Kiesseen gestört, haben keinen Nachwuchs mehr.  © Eric Münch

Unbekannte hatten vergangene Woche direkt neben einem Schwanennest mit Eiern Müll, Grillreste und einen Schlafsack abgelegt.

"Trotz der massiven Störungen sind dort jedes Jahr erfreulicherweise auch Bruterfolge von (mehreren) Schwanenpaaren nachgewiesen", teilte das Rathaus daraufhin auf Anfrage mit.

Doch mehrere Tierschützer widersprechen: Seit 2022 seien eben keine Küken mehr am Kiesseen-Areal gesichtet worden. Experte Thomas Eißer (58) hatte dort letztmals im August 2021 drei Jungschwäne beringt.

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Die TAG24-Redaktion fragte beim Rathaus nach, was besagte "Bruterfolge" denn bedeuten.

"Die Naturschutzbehörde erfasst keine Daten zu Schwänen, da sie als jagdbare Art nicht im Fokus des Naturschutzes liegen", so ein Stadtsprecher.

An den Kiesseen in Leuben waren zuletzt 2021 Jungschwäne gesichtet worden - nun fehlt von ihnen jede Spur.
An den Kiesseen in Leuben waren zuletzt 2021 Jungschwäne gesichtet worden - nun fehlt von ihnen jede Spur.  © Eric Münch
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Tierschützer versuchen derzeit, das betroffene Nest abzusichern

Versucht das Nest zu schützen: Carmen Breninek (44) vom Verein Tierrettung Dresden.
Versucht das Nest zu schützen: Carmen Breninek (44) vom Verein Tierrettung Dresden.  © Eric Münch

"Seit einigen Jahren brüten jedoch die Schwäne dort immer wieder trotz der massiven Störungen, sodass die Naturschutzbehörde von einem Bruterfolg ausgeht, ohne ihn beziffern zu können", fügte er hinzu.

Heißt also: Das Rathaus hat gar keine Ahnung, ob aus den Eiern auch Küken schlüpfen - was aufgrund der Störungen offenbar ja gerade nicht der Fall ist.

Unterdessen haben Tierschützer versucht, das Nest mit Flatterband abzuschirmen. "Damit die Schwäne künftig mehr Ruhe haben", sagt Carmen Breninek (44) vom Verein Tierrettung Dresden.

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"Wir würden uns freuen, wenn uns die Behörden unterstützen, weitere Schutzmaßnahmen einzurichten."

Titelfoto: Fotomontage/Eric Münch

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