Dresden - Der Mann (32), der bei einem Unfall auf der Dohnaer Straße am Kaufpark Nickern in Dresden am vergangenen Samstag (9. Mai) schwere Verletzungen erlitten hatte, ist in einem Krankenhaus verstorben. Zuvor hatte sich einer der Unfallbeteiligten (22) unter Drogeneinfluss eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.
Der Crash ereignete sich gegen 7 Uhr direkt an der Kreuzung Dohnaer Straße/Langer Weg, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 erklärte.
Vorausgegangen war dabei eine Verfolgungsjagd, wie der Polizeisprecher später ausführte. Demnach hatte sich ein 22-Jähriger mit seinem Peugeot einer Polizeikontrolle entzogen und war daraufhin bei Rot und mit überhöhter Geschwindigkeit über die Kreuzung gebrettert.
Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem Ford, der daraufhin meterweit über den Asphalt geschleudert wurde.
Der 32-jährige Ford-Fahrer wurde infolge der Kollision mit einem Peugeot-Kleintransporter in seinem Wagen eingeklemmt und musste mit hydraulischem Gerät von den Kameraden der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden, wie Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre erklärte.
Mit schweren Verletzungen wurde er ins Krankenhaus transportiert. Wie die Feuerwehr anschließend bekannt gab, musste der Ford-Fahrer reanimiert werden. Inzwischen sei er seinen schweren Verletzungen erlegen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Unfallverursacher versuchte zu fliehen
Der 22-jährige Unfallverursacher konnte sich derweil selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien. Nach kurzer Flucht zu Fuß konnte er von den Beamten festgenommen werden.
Ein durchgeführter Test offenbarte, dass der junge Mann unter Drogen stand. Er erlitt leichte Verletzungen. Der Mann wurde zwischenzeitlich einem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzt nun in U-Haft.
Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit 30 Einsatzkräften vor Ort. Die Dohnaer Straße in Richtung Kaufpark war über mehrere Stunden voll gesperrt.
Bildaufnahmen vom Unfallort zeigen derweil ein großes Trümmerfeld an der Kreuzung. Der weiße Kleintransporter sowie der schwarze Ford wurden massiv beschädigt.
Erstmeldung vom 9. Mai, 8.35 Uhr; zuletzt aktualisiert: 15. Mai, 13.44 Uhr