Verwaltungswahnsinn für Stadtfeste: SPD legt Sieben-Punkte-Plan vor

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Dresden - Feste wie der Bunte Sommer Neustadt (BSN) bringen Nachbarn nicht nur rechtselbisch zusammen. Doch für Ehrenamtliche wird ihre Organisation immer (verwaltungs)aufwendiger. Die Neustadt-SPD setzt dem nun ein Bündel Vorschläge entgegen.

Laut Stadtbezirksbeirat Christian Demuth (53, SPD) müssten selbst für die kleinsten Feste unzählige Anträge gestellt werden.
Laut Stadtbezirksbeirat Christian Demuth (53, SPD) müssten selbst für die kleinsten Feste unzählige Anträge gestellt werden.  © Steffen Füssel

Die Liste der Klagen sei lang, sagt Christian Demuth (53). Selbst für die kleinsten Feste müssten acht Ämter mit je fünf Anträgen behelligt werden.

Dazu kämen irrwitzige Gebühren: So müsse der BSN etwa pro Quadratmeter Bierbank Gebühren an die Stadt abführen.

Stadträtin Julia Hartl (40) bringt's auf den Punkt: "Die Organisatoren machen das im Ehrenamt, gehen arbeiten, haben Kinder und müssen sich mit zu viel Verwaltung quälen. Das muss einfacher werden. Sonst verwaltet sich Dresden tot."

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So haben die Sozen sieben Vorschläge formuliert. Anträge sollen über eine zentrale Stelle laufen, bewährte Feste automatisiert genehmigt werden.

Die Aufbauarbeiten für den BSN laufen.
Die Aufbauarbeiten für den BSN laufen.  © Steffen Füssel
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Stadträtin Julia Hartl (40, SPD) ist genervt vom Verwaltungs-Irrsinn.
Stadträtin Julia Hartl (40, SPD) ist genervt vom Verwaltungs-Irrsinn.  © Steffen Füssel

Mit diesen Vorschlägen soll der Verwaltungs-Wahnsinn eingedämmt werden

Auch Landtagsabgeordnete Sophie Koch (32, SPD) macht sich für eine Entlastung der Organisatoren stark.
Auch Landtagsabgeordnete Sophie Koch (32, SPD) macht sich für eine Entlastung der Organisatoren stark.  © Steffen Füssel

Ein Praxis-Check mit Veranstaltern soll unnötige Hürden abbauen. Gebühren sollen entfallen, für regelmäßige Feste sollen günstigere Konzessionen geprüft werden.

Kleine Feste sollen je nach Größe weniger Auflagen erfüllen als Großveranstaltungen. Die Stadt solle zudem das geplante Kommunalfreiheitsgesetz nutzen, um befristet einfachere Verfahren für Feste zu testen.

"Wenn's gut begründet ist, können Kommunen damit von Landesgesetzen abweichen", erklärt Abgeordnete Sophie Koch (32).

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel

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