Wegen Asylpolitik-Reform: Dresdner Seenotretter üben scharfe Kritik an EU-Paket

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Dresden - Die EU verschärft ihre Asylpolitik – und Dresdner Hilfsorganisationen schlagen Alarm.

Seit 2016 setzt sich die Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" für die Rettung von Menschen in Seenot im Mittelmeer ein. (Archivbild)
Seit 2016 setzt sich die Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" für die Rettung von Menschen in Seenot im Mittelmeer ein. (Archivbild)  © Mission Lifeline/AP Photo/picture alliance

Am Freitag tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft. Deren Ziel: Die Migration in Europa einheitlich steuern, Weiterwanderung innerhalb der EU eindämmen, den Schutz der EU-Außengrenzen erhöhen sowie eine sogenannte Asylverfahrenshaft strikter anwenden.

Für die Seenotretter von "Mission Lifeline" bedeutet das erschwerte Bedingungen bei ihrer Arbeit.

So kann die Reform dazu führen, dass den Rettungsschiffen das Anlegen an europäischen Häfen verweigert wird – oder sie bei Rettungsaktionen bedroht werden: "Schutzsuchenden Menschen, die einen Schiffbruch überlebt haben, werden nun die Grundrechte vorenthalten, nur weil sie auf der Flucht sind", kritisiert der "Mission Lifeline"-Vorsitzende Nolte Bauer (27).

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Auch Christina Riebesecker (36) von der Abschiebehaft-Kontaktgruppe sieht die Reform als menschenverachtend an: "Die Reform macht Haft zum Normalzustand in der europäischen Migrationspolitik. Es kann alle Schutzsuchenden treffen."

Nolte Bauer (27), Vorsitzender von "Mission Lifeline", befürchtet, dass Schutzsuchenden durch die Reform Grundrechte vorenthalten werden könnten.
Nolte Bauer (27), Vorsitzender von "Mission Lifeline", befürchtet, dass Schutzsuchenden durch die Reform Grundrechte vorenthalten werden könnten.  © Holm Helis
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Christina Riebesecker (36) von der Abschiebehaft-Kontaktgruppe sieht die Reform als menschenverachtend an.
Christina Riebesecker (36) von der Abschiebehaft-Kontaktgruppe sieht die Reform als menschenverachtend an.  © Holm Helis

Flüchtlings-Initiativen rufen zu Veranstaltung auf Dresdner Neumarkt auf

Sie fordert deshalb ein Umdenken: "Wir wollen, dass die Abschiebehaft abgeschafft wird – aus menschlichen Gründen. Abseits davon ist sie nicht mal ein effizientes, sondern nur ein teures Mittel."

Deshalb rufen mehrere Initiativen am Freitag, um 16 Uhr, auf dem Neumarkt zur Veranstaltung "Sichtbar solidarisch – gemeinsam gegen jede Abschottung" auf. Weitere Infos dazu findest Du auf mission-lifeline.de.

Titelfoto: Bildmontage: Mission Lifeline/AP Photo/picture alliance, Holm Helis (2)

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