120.000 Liter Glühwein: Der Dresdner Striezelmarkt übertrifft die Erwartungen

Dresden - Bis zum 24. Dezember um 14 Uhr ist der 588. Dresdner Striezelmarkt noch in vollem Gange. Bereits jetzt lässt er sich als voller Erfolg verbuchen und übertrifft teilweise sogar die Erwartungen. Bei Händlern und Gästen herrscht nach zwei Jahren Pause Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Der 588. Dresdner Striezelmarkt hat zwar keine Rekorde aus dem Jahr 2019 brechen können, hat aber dennoch die Erwartungen übertroffen.
Der 588. Dresdner Striezelmarkt hat zwar keine Rekorde aus dem Jahr 2019 brechen können, hat aber dennoch die Erwartungen übertroffen.  © Sebastian Kahnert/dpa

56.000 Glühwein-Tassen seien von den Besuchern mitgenommen, 42.000 Striezeltaler erworben und 120.000 Liter Glühwein sowie 10.000 Stollen-Scheiben verzehrt worden, so das rundum positive Fazit der Stadt Dresden in ihrer Pressemitteilung.

Zwar werde man dieses Jahr keine Rekorde brechen, so Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, trotzdem "wurden die Besucher- und Umsatzerwartungen doch vielerorts übertroffen und unsere vorsichtigen Hoffnungen erfüllt".

Seit Beginn an erfreue man sich einer hohen Besucherfrequenz, die lediglich mit dem Wintereinbruch tagsüber etwas zurückgegangen sei, wie Heiko Meyer, der Vorsitzende des Fördervereins historischer Altmarkt Dresden e. V., erklärt.

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Der diesjährige Striezelmarkt habe schließlich nach zweijähriger Pause in einem "herausfordernden Jahr 2022" stattgefunden, so Franke. Im Vorfeld bestanden für die Händler und Hersteller demnach viele Risiken und Unsicherheiten.

Besucher haben nach zwei Jahren Pause "Weihnachtshunger"

Nächstes Jahr findet der 589. Striezelmarkt vom 29. November bis zum 24. Dezember 2023 in gewohnter Umgebung auf dem Dresdner Altmarkt statt.
Nächstes Jahr findet der 589. Striezelmarkt vom 29. November bis zum 24. Dezember 2023 in gewohnter Umgebung auf dem Dresdner Altmarkt statt.  © Norbert Neumann

Auch die Künstler aus dem Erzgebirge blicken auf einen erfolgreichen Striezelmarkt 2022 zurück. Die Besucherinnen und Besucher hätten Frederic Günther, dem Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V., zufolge einen regelrechten "Weihnachtshunger" auf erzgebirgische Produkte gehabt.

Auch das Interesse an der Schaumanufaktur, in welcher zusammen mit den "Auszubildenden der weltweit einzigen Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule in Seiffen das Handwerk vorgeführt" wurde, sei groß gewesen, so Günther.

Internationale Gäste seien dieses Jahr hauptsächlich aus Polen und Tschechien nach Dresden gereist, um zu striezeln.

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Von 214 Programmpunkten werde man bis zum 24. Dezember 202 umsetzen, freut sich der Geschäftsführer der verantwortlichen PR- und Event-Agentur "alexander & partner", Alexander Siebecke. Das gebe es "deutschlandweit nur auf dem Striezelmarkt", betonte Siebecke.

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Die einzigartige Holzkunst aus dem Erzgebirge ist auch dieses Jahr wieder besonders gefragt. HändlerInnen wie Beate Mikulcak sind froh, nach zwei Jahren Pause wieder auf dem Striezelmarkt zu sein.
Die einzigartige Holzkunst aus dem Erzgebirge ist auch dieses Jahr wieder besonders gefragt. HändlerInnen wie Beate Mikulcak sind froh, nach zwei Jahren Pause wieder auf dem Striezelmarkt zu sein.  © Eric Münch

Hinsichtlich der Sicherheit auf dem diesjährigen Striezelmarkt berichtet die Stadt von einem "reibungslosen Zusammenspiel" zwischen der Striezelwache, der mobilen Polizeiwache und dem Rettungsdienst.

Dieses Jahr seien 24 Straftaten registriert worden, wovon 23 Diebstähle von Geldbörsen oder Gepäck gewesen seien. 92-mal hätte erste Hilfe geleistet werden müssen, davon 22-mal mit Eingreifen des Rettungsdienstes.

Auch die weiteren Weihnachtsmärkte Dresdens ziehen eine positive Bilanz. Für Hagen Stieglitz habe sich durch den Zuspruch der Besucher bestätigt, dass Weihnachtsmärkte "ein wichtiger Bestandteil der Kultur und des Brauchtums in Sachsen zur Weihnachtszeit" darstellen. Mit seiner "Agentur Schröder" ist er für die Dresdner Winterlichter auf der Prager Straße zuständig.

Auch vom Augustusmarkt und vom Neumarkt kommt positives Feedback. Beide Weihnachtsmärkte können erstmals noch bis in das neue Jahr hinein besucht werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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