Dresden - Darf künftig jeder auf Kita-Spielplätzen toben? Wegen niedriger Kinderzahlen plant die Stadtverwaltung, Kindergärten zu schließen. Die SPD im Stadtrat will aus der Not eine Tugend machen.
Bis zu 33 Kindergärten könnten in den kommenden Jahren dichtmachen, weil der Kindernachschub fehlt.
Aktuell gibt es ein Überangebot an Betreuungsplätzen, die ersten Kitas mussten schon schließen. Doch für die Sozialdemokraten sind die betroffenen Kita-Grundstücke - insbesondere bestehende Spielplätze - noch nicht verloren.
"Gerade mit Blick auf die langfristige Stadtentwicklung sollten diese Flächen im Eigentum der Landeshauptstadt bleiben", fordert SPD-Fraktions-Chefin Dana Frohwieser (49).
Die Grundstücke seien wichtig, um flexibel für wieder steigende Kinderzahlen und neue Bedarfe zu sein.
Eine Eltern-Petition wurde gestartet
Aktuell läuft sogar eine Eltern-Petition, die fordert, den Spielplatz der Kita Geisingstraße (schließt Ende August) offenzuhalten.
Parallel bringt die SPD das Thema mit einem Antrag in den Stadtrat ein. OB Dirk Hilbert (54, FDP) solle "wo immer möglich" dafür sorgen, vorhandene Spielplätze bisheriger Kitas für Anwohner zu öffnen.
Nach der Sommerpause wird der Antrag beraten